Prag greift nach E.ON-Anteil am lokalen Gasversorger
In Tschechien nimmt die Stadt Prag einem Magazinbericht zufolge den E.ON-Anteil an dem lokalen Gasversorger ins Visier. Mit dem Paket des deutschen Energieriesen von 49,35 Prozent könnte sich die Hauptstadt den Versorger Prazska Plynarenska fast komplett einverleiben. Die Stadt, die bereits 50 Prozent hält, wolle ein Angebot vorlegen, berichtete das Wochenmagazin "Euro" am Montag unter Berufung auf Rathauskreise. Die Transaktion könne sich auf ein Volumen von umgerechnet 230 bis 270 Mio. Euro belaufen. Die Stadt, E.ON und das Gasunternehmen lehnten einen Kommentar ab.
E.ON will bis Ende 2013 Beteiligungen im Volumen von mehreren Milliarden Euro abstoßen. Damit will der größte deutsche Versorger seinen Schuldenberg abbauen und Mittel für Investitionen in Wachstumsmärkte erhalten. Der Konzern steht wegen des Atomausstiegs und des schwächelnden Gasgeschäfts unter Druck. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hatte Vorstandschef Johannes Teyssen einen Nettoverlust in Aussicht gestellt.
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