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Türkei an der Zinsfront unangenehm verwundbar

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von Hans Weitmayr | 08.02.2012 | 00:33

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Türkei an der Zinsfront unangenehm verwundbar

Zinsen. Die Türkei muss mehr als 15 Prozent seiner Steuereinnahmen für Zinszahlungen aufwenden.

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Wachstumsraten von 8,2 Prozent - die Wirtschaft der Türkei scheint nach wie vor zu boomen. Neben den Problemen in der Landwirtschaft zeigen sich aber auch in anderen Bereichen strukturelle Unebenheiten - insbesondere bei den Zinsen, die das Land seinen Gläubigern zahlen muss.

Paradoxe Situation

Das erscheint auf den ersten Blick paradox, als das Land mit einer Schuldenquote von rund 40 Prozent solide dazustehen scheint. Allerdings muss das Land mehr als 15 Prozent seiner Steuereinnahmen für Zinszahlungen aufwenden. Ab zehn Prozent werden die Ratingagenturen hellhörig. Auch die Zinsen, die das Land zahlen muss, sind mit durchschnittlich 14 Prozent bemerkenswert hoch - laut Berechnungen der Erste Group ist man damit weit von den 8,6 Prozent entfernt, welche die Bank in einer Studie als "kritischen Level" bezeichnet.

Mit ein Grund für die hohen Zinsen ist die Inflation, die zuletzt bei zehn Prozent lag. Im Jahr 2010 war die Teuerung noch bei 4,9 Prozent gelegen. Die Opposition macht die Zentralbank für die Geldentwertung verantwortlich. Diese blicke lediglich auf die Beibehaltung eines starken Wirtschaftswachstums und verliere dabei die Geldentwertung aus den Augen. Der türkische Staat ist bei Papieren, die dieses Jahr fällig werden, praktisch zur Gänze in Lira verschuldet.

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