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Warum Wien Warschau für die EM als Vorbild diente

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von Simone Brunner | 22.02.2012 | 17:06

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Warum Wien Warschau für die EM als Vorbild diente

Polen. Der EM-Standort Wien gilt den Veranstaltern in Polen als Vorbild für Warschau. Vier Milliarden € wurden im Vorfeld in Warschau investiert.

beigestellt

Andrzej Cudak ist Direktor des Warschauer ­Sekretariats für die EM 2012

WirtschaftsBlatt: Warschau und Wien haben bereits mehrere Workshops zum Erfahrungsaustausch in puncto Fußball-EM organisiert. Wieso wurde gerade Wien als Vorbild genommen?
Andrzej Cudak: Da ist ­einmal die Größe: Was die Einwohnerzahl betrifft, sind Wien und Warschau ungefähr gleich groß. Da gibt es ähnliche Herausforderungen für die Stadtinfrastruktur. Außerdem das Standing der Stadt im Ablauf des Turniers: Zwar wird das EM-­Finale nicht in Warschau ausgetragen, aber Warschau wird von der UEFA gleich wichtig eingestuft wie Kiew.

Wie viel wurde in Warschau investiert?
Polen und Warschau haben die Euro als einen beschleunigenden Faktor für Investitionen genutzt. In Warschau wurden in den letzten vier Jahren rund vier Milliarden € investiert. Es wurde sehr viel für Servicequalität und Verkehr gemacht - auch, um die Lebensqualität der Bewohner der Stadt während des Turniers zu verbessern.

Wie viele Besucher erwarten Sie denn in Warschau?
An Spieltagen zwischen 100.000 und 150.000. Die Anzahl der ausländischen Besucher wird aber niedriger sein, als wir ursprünglich angenommen haben. Polen spielt ja in einer Gruppe mit Griechenland, Russland und Tschechien. Die Griechen stecken in der Krise, und die Russen brauchen ein Visum. Insgesamt werden wir während der Euro 25.000 Parkplätze haben. Das ist sehr sinnvoll für unsere polnischen Gäste: Die meisten von ihnen werden ja mit dem Auto kommen.

Das Interview führte
Simone Brunner

 

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