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Dialog-backdrop Des Tigers viele KrallenEine Boulevardzeitung wollte Tiger Woods mit pikanten Aufnahmen des Ehebruchs überführen. Das war bereits Anfang 2007. Das Management des Golfprofis handelte einen Deal aus, die Story kam nie ans Licht. Links zum Thema"Tiger Woods betrügt seine Frau". So oder so ähnlich hätte eine Schlagzeile bereits Anfang 2007 lauten können. Dass der Golf-Superstar erst vor kurzem mit seinen unehelichen Eskapaden aufflog, verdankt er zu einem größten Teil seinen Anwälten und Beratern, sowie einem geschickten Spiel mit den Medien, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Informanten berichtet" Aber alles der Reihe nach. Frühlingsanfang 2007: Wir befinden uns auf dem Parkplatz einer Kirche in der Nähe von Windermere, Florida, dem Wohnort von Tiger Woods. Woods trifft dort eine Frau in seinem Auto. Die Frau ist nicht seine Ehefrau, das schwedische Ex-Model Elin. Wie erst später ans Licht kommt, handelt es sich dabei um die Restaurantangestellte Mindy Lawton. In den Büschen sitzt ein freiberuflicher Fotograf der Boulevardzeitung National Enquirer. Er hält mit der Kamera voll d'rauf, wittert vermutlich die Story seines Lebens. Die Fotos sind mies, der Enquirer bleibt dran Die Fotos sind jedoch so schlecht beleuchtet, so dass man darauf nicht erkennen kann, was in dem Auto am Kirchenparkplatz tatsächlich vor sich geht. Es sei daher nicht wahrscheinlich gewesen, dass die Story ohne zusätzliche Beweise veröffentlicht worden wäre. Der National Enquirer habe dennoch Vertreter von Woods, sowie Mindy Lawton mit der Sache konfrontiert, heißt es aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen. Man hätte Beweise in Form von eindeutigen Fotos die dem Golfer eine Affäre nachweisen können, soll es von Seiten des Enquirers geheißen haben. Dass die Fotos eigentlich unbrauchbar seien, wäre unter den Tisch gekehrt worden. Tiger spielt das Medienklavier Was nun beginnt, ist ein Spiel auf dem Medienklavier sondergleichen. Viel pikanter als die Vorgangsweise des Enquirers ist dabei die Reaktion des Managements von Tiger Woods. Wenige Stunden nach der Kontaktaufnahme meldeten sich Woods Vertreter mit einem "Kein Kommentar zu der Sache" bei der Zeitung. Wozu sie allerdings mehr Auskunft gaben, war der Vorschlag zu einem Handel. Sollte der Enquirer die Story fallen lassen, würde Woods dem Schwestermagazin "Men's Fitness" ein Exklusivinterview geben. Beide Publikationen gehören zum Medienkonzern American Media Inc., der von nun an das Ruder in der Affäre übernahm. Der Deal steht Nach einem wochenlangen Hin und Her hinter den Kulissen, auch unter Miteinbeziehung von Rechtsanwälten, hätten sich beide Seiten schließlich zu einem Vertrag durchgerungen: Darin seien die Richtlinien für das Interview, sowie die Garantie, dass Woods Rendezvous am Parkplatz geheim bleibt, festgelegt worden. In der Men's Fitness Ausgabe vom August 2007 erschien Woods auf dem Cover. "Tiger!" titelte das Blatt damals. Die Ausgabe wurde ein Hit. Sie verkaufte sich 176.000 Mal und lag damit um 30 Prozent über den Verkaufszahlen einer normalen Ausgabe. Tigers "Haus und Hof"-Medium zeigt sich überrascht Bei der Zeitschrift "Golf Digest", quasi Tigers Hausmagazin, zeigte man sich danach verblüfft über das "mediale Fremdgehen" des Golfers. Denn auch mit "Golf Digest" hatte Woods einen Vertrag. Conde Nast. Publications, der Eigentümer des Magazins, spendete jährlich eine Million Dollar an die Tiger Woods Foundation und sponserte viele von Woods bevorzugten Golfturnieren. Auch Golf Digest selbst ließ sich den exklusiven Zugang zu Woods einige hunderttausend Dollar pro Jahr kosten und drückte den Jahresbericht von Woods Stiftung ab. Im Gegenzug veröffentlichte Woods monatlich Artikel über Golftechniken und versprach seine Auftritte in Konkurrenzmedien sehr gering zu halten. Doch Gold Digest beruhigte, das Zugpferd Woods wollte man damals auch nach dem Exklusivinterview für ein anderes Medium nicht verlieren. Man habe nicht gehandelt, weil das Interview den Vertrag nicht verletzt hätte, sagt Golf Digest-Chefredakteur Jerry Tarde. Dennoch: Der Deal ist allein schon deshalb ungewöhnlich, da Men's Fitness eine Auflage von 700.000 Stück hat, Golf Digest hingegen 1,7 Millionen Stück. Warum sollte Woods also einfach so einem so kleinen Player am Markt Einblick ein sein privates Leben geben, dem potenteren offiziellen Vertragspartner aber nicht? Dementi von beiden Seiten Sowohl Tigers Management, als auch American Media, dementieren den oben beschriebenen Ablauf der Ergeinisse. Die Idee des Interviews hätten Tigers Leute gehabt, heißt es von der einen Seite. Zudem wird die Behauptung, man hatte Woods zu einem Deal verführt, schlichtweg als "falsch" zurückgewiesen. Tiger Woods Agent, Mark Steinberg, verweigerte jedglichen Kommentar über eine Story in Men's Fitness oder die Untreue seines Klienten. mehr People…
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