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Dialog-backdrop Terminplaner: Die Highlights in DavosAlle Jahre wieder treffen sich Politiker, Wirtschaftskapitäne und Prominente aller Bereiche zum Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Alpendorf Davos. Heuer steht der Gipfel unter dem Motto "Den Zustand der Welt verbessern. Eine Auswahl der interessanten Termine. Alle Jahre wieder treffen sich Politiker, Wirtschaftskapitäne und Prominente aller Bereiche zum Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Alpendorf Davos. Heuer steht der Gipfel unter dem Motto "Den Zustand der Welt verbessern: überdenken, umgestalten, erneuern". Nach dem Forum des vergangenen Jahres, das mitten in der Wirtschaftskrise als das "grimmigste WEF" in die Annalen eingegangen ist, steht ab heute folgende Frage im Mittelpunkt: Wie schnell und konstant wird sich der Aufschwung gestalten, der sich im dritten und vierten Quartal 2009 bemerkbar gemacht hat? Das WirtschaftsBlatt hat eine subjektive Auswahl der Veranstaltungen getroffen, um dieser Thematik auf den Grund zu gehen. Mi, 27. Jänner Das Neue Globale Wachstum Nach der Krise ist nicht vor der Krise. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds wird die globale Wirtschaft in den nächsten fünf Jahren weniger stark wachsen, als sie es in den fünf Jahren vor der Finanz- und Wirtschaftskrise getan hat. Zwar hat der IWF seine Einschätzungen seit Oktober des vergangenen Jahres (3,1 Prozent Wachstum für die globale Wirtschaft) nach oben revidiert (4,3 Prozent), über verbleibende Hürden diskutiert in der Eingangsveranstaltung u.a. Nouriel Roubini. ***** Wie das Web 2.0 die Welt verändert Facebookst du noch, oder twitterst du schon? Interaktive und kollaborative Seiten haben im Zuge des Web 2.0 das Internet verändert. Etwa zehn Prozent seiner Internet aktivitäten verweilt der durchschnittliche Nutzer in Sozialen Netzwerken und auf Blogs. Mit Facebook ist der Mensch freiwillig ein Stück gläserner geworden. Über die Auswirkungen auf die Gesellschaft sprechen u.a. der Twitter-Co-Gründer Evan Williams. ***** Kleiner Mann ganz groß Nichts beherrscht die aktuelle Diskussion der Wirtschaftswelt dermaßen wie die Vorschläge von Barack Obama zu einem neuen Bankengesetz. Obama wird nicht nach Davos kommen. Mit dem bekannten Verfechter von strengeren Gesetzen im Bankensektor, dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, wird der Ruf nach regulatorischen Elementen in der Eröffnungsrede dennoch nicht ausbleiben. Do, 28. Jänner Die Kaufkraft der Handtasche Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau, so eine gängige Redewendung - und diese tritt offenbar nach und nach (zumindest ökonomisch) aus seinem Schatten. Um 4,1 Billionen Dollar soll die Kaufkraft der Frauen bis 2013 weltweit wachsen. Da muss selbst China dem Durchmarsch mit Handtasche den Vortritt lassen. China wird den entsprechenden Wert nur um drei Billionen Dollar vergrößern können. Die Wirtschaft in Frauenhand? Margaret Atwood, Autorin aus Kanda, kennt die Antwort. ***** Die Zukunft der Euro-Zone Die Maastricht-Kriterien waren gestern. 2010 wird sich das Budgetdefizit aller EU-Mitgliedsstaaten auf sieben Prozent aufblähen. 2008 konnten die Mitgliedländer noch mit einem Defizit von zwei Prozent abschließen. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf den Euro, wie kann die EU ihre Finanzen sanieren und gleichzeitig den Aufschwung stützen? Fragen, wie gemacht für das Podium, wo u.a EZB-Chef Jean-Claude Trichet Platz nimmt. ***** Welche Richtung wählt Lateinamerika? Brasiliens Präsident Luiz Ignacio Lula da Silva hatte 2003 während des WEF-Gegengipfels in Porto Alegre einen seiner ersten großen Auftritte - bevor er am Abend nach Davos flog und sich auch im glatten Schweizer Schnee bewährte. Brasilien ist auch in der Krise nicht ausgerutscht. Welchen Weg der gesamte lateinamerikanische Kontinent nimmt, will u.a. die EU-Kommissar Benita Fererro-Waldner diskutieren. Fr, 29. Jänner Der Faktor Arbeitslosigkeit Neben 50 Billionen Dollar an Vermögens werten, die im Zuge der Weltwirtschaftskrise verschwunden sind, hat die Krise vor allem eines vernichtet: Arbeitsplätze. Nicht nur die Industriestaaten stehen vor steigenden Arbeitslosenzahlen, in den sich entwickelnden Ländern kann der Verlust des Jobs jedoch direkt zu extremer Armut führen. Was können Staaten tun, um Arbeitsplätze zu schaffen und ihre Sozialsysteme zu stärken? Das Panel mit österreichischer Beteiligung: Außenminister Michael Spindelegger. ***** Klima: Kopenhagen reloaded Groß waren die Erwartungen an die Weltklimakonferenz in Kopenhagen, minimal muten die Ergebnisse des Gipfels an: Kein verbindliches Klimaschutzabkommen konnte erreicht werden, stattdessen gaben sich die teilnehmenden Staaten mit Lippenbekenntnissen zu einer Zwei-Grad-Erderwärmung zufrieden. Die nächste UNO-Klimaschutzkonferenz findet in Mexiko statt. Kokrete Beiträge wird bereits in Davos der mexikanische Präsident Felipe Calderon liefern. ***** Die Krux mit den Staatshilfen Während der Krise haben die Staaten ihre Wirtschaften mit Finanzspritzen versorgt, nun suchen Experten Wege, den Staatstropf wieder abzudrehen. Welche Effekte werden die masssiven Hilfen dennoch langfristig nach sich ziehen, und wird die "Too-big to fail"-Rhetorik künftig als Krisenrelikt gesehen werden? David Cameron, Vorsitzender der britischen Konservativen, spricht im Panel. Sa, 30. Jänner Bildungsschritte der Welt Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Um die volle Leistung ausschöpfen zu können, müssen Kinder jedoch lernen, den Lehrstoff auf höherem Niveau umzusetzen. Jedoch: 54 Prozent der Kinder in Entwicklungsländern besuchen keine höhere Schule. Vor welchen Herausforderungen die Bildungssysteme nun stehen, um das Potenzial des 21. Jahrhunderts nicht weiterhin zu vergeuden, besprechen u.a. Königin Rania von Jordanien (Bild), und die Direktorin der UNESCO, Irina Bokova. ***** Groß, grösser, Ostasien Erst im Jänner haben China und die zehn ASEAN-Staaten die drittgrößte Freihandelszone der Welt gebildet. Sie kontrollieren darüber hinaus gemeinsam mit Japan und Korea über die Hälfte der globalen Devisenreserven. Dass diese Länder ein Drittel der Weltbevökerung repräsentieren, sei nur am Rande erwähnt. Gibt es bald eine ostasiatische Gemeinschaft? Die indonesische Handelsministerin Mari Elka Pangestu soll u.a. entsprechende Fragen beantworten. ***** Der weltweite Ausblick In Davos finden alle Platz. Auch die Schwarzmaler und Optimistten in der Frage der künftigen Wirtschafstrends. Experten sehen zwar für 2010 ein Wachstum, wie dieses genau aussieht, darüber gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen - die wohl auch das hochkarätige Panel rund um Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann (Bild), und IWF- Direktor Dominique Strauss-Kahn beschäftigen. Sonstige Highlights Spezialveranstaltung für Haiti Durch die Erdbebenkatastrophe vom 12. Jänner, die über 150.000 Menschen das Leben gekostet hat, ist Haiti auf die Tagesordnung des WEF-Forums gerückt. "Wir wollen eine größere Initiative mit Ex-US-Präsident Bill Clinton starten, der UN-Sondergesandter für Haiti ist", erklärt Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums. Ziel sei es, dass sich Unternehmen langfristig beim Wiederaufbau von Haiti engagierten. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton wird bei der Podiumsdikussion zugegen sein. ***** Den Blickwinkel verändert James Cameron dürfte mit seinem Kassenschlager "Avatar" das erreicht haben, wovon die Macher des WEF seit Langem träumen: Er hat die Welt revolutioniert - zumindest auf dem Bildschirm. Der Film rege an, Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit anzudenken, argumentiert das WEF, und hat den Regisseur zu einer Diskussion eingeladen. Als zusätzliches Schmankerl sollen spezielle 3-D-Animationen gezeigt werden. ***** Die AusdrucksKraft der Melodie China überschwemmt die Welt als Exportweltmeister nicht nur mit seinen Gütern, auch Musiker aus dem Reich der Mitte sind allerorts zu finden. Nach Davos ist heuer der Pianist Lang Lang (Bild) gereist. Er wird mit anderen Musikern wie der britischen Pianistin Gabriela Montera darüber diskutieren, inwiefern die Sprache der Musik jene Elemente binden kann, die den Menschen als Menschen ausmachen. Verfolgen Sie das WEF im Internet Die Übertragung der Veranstaltungen gibt es unter www.wirtschaftsblatt.at/davos mehr People…
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