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Dialog-backdrop Belgien könnte auch bei Dexia-Bank einspringen - Kurssturz und Nervosität bei der KommunalkreditAufregung herrschte am Montag Vormittag um die Lage der französisch-belgischen Kommunalkredit-Hälfteeigentümerin Dexia. Bei Dexia soll am Abend der Verwaltungsrat zu einer dringenden Sitzung zusammenkommen. Belgien, Holland und Luxemburg springen der angeschlagenen Großbank Fortis mit mehr als elf Milliarden € bei. Diese Meldung ist erst ein paar Stungen alt, schon gibt es helle Aufregung um die Lage der französisch-belgischen Kommunalkredit-Hälfteeigentümerin Dexia. Am Montag Vormittag war in der Kommunalkredit nach APA-Informationen eine Mitarbeiterinformation durch den Vorstand im Laufen. Daher war in Wien vorerst niemand zu Stellungnahmen erreichbar. Zum Thema der Mitarbeiterinformation gab es bisher keine Angaben. Die Papiere des belgisch-französischen Staatsfinanzierers Dexia verloren Montag früh deutlich an Wert. Nach Berichten über eine Kapitalerhöhung sank das Dexia-Papier gleich zu Handelsbeginn um bis zu 34 Prozent auf 6,62 Euro. Ein Dexia-Sprecher wollte Berichte über eine mögliche Kapitalspritze nicht kommentieren, bestätigte aber, dass der Dexia-Aufsichtsrat am Abend zusammentreten will. In der internationalen Finanzkrise ist nach Agenturberichten aus Brüssel damit auch die Dexia-Bank ins Wanken geraten. Der belgische Staat werde notfalls einspringen. Das kündigte Finanzminister Didier Reynders heute im belgischen Radiosender RTBF an. Dexia hat nach Agenturinformationen aus Brüssel eine "Reaktion" auf die aktuelle Lage an den Finanzmärkten zugesagt. Im Tagesverlauf ist eine zweite Telefonkonferenz angesagt, nachdem am Vormittag die Führungsorgane bereits konferiert hatten, ein Ergebnis ist vorerst nicht bekannt. Ein Sprecher nannte aber die Liquiditätslage als "völlig gesund". Die Dexia-Gruppe ist in Österreich und Osteuropa ein enger Partner der Kommunalkredit-Gruppe: Die Kommunalkredit mit Sitz in Wien ist eine Spezialbank für öffentliche Finanzierungen und steht mehrheitlich im Eigentum der Volksbanken-AG (VBAG 50,78 Prozent). Dexia Credit Local hält 49 Prozent und der Österreichische Gemeindebund 0,22 Prozent. Bei Dexia-Kom - der gemeinsamen "Osteuropa-Bank" - hält Dexia die Mehrheit und die Kommunalkredit die Minderheit von 49,2 Prozent. Kommunalkredit und Dexia-Kom haben erst am vorigen Mittwoch eine für österreichische Verhältnisse neuerliche massive Kapitalerhöhung bekannt beschlossen. Abgesegnet worden ist eine Kapitalaufstockung von 95 Mio. Euro für die Kommunalkredit Austria und 60 Mio. Euro für die Osteuropabanktochter Dexia Kommunalkredit Bank (Dexia-Kom). Wann sie gezogen werden soll, ging aus der vorwöchigen Mitteilung nicht hervor. (APA/dpa)
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