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Dialog-backdrop Investmentbanking: Es locken die fettesten Boni aller ZeitenDer Kampf gegen die Finanzkrise macht es möglich, dass Investmentbanken so viel verdienen wie noch nie. Auch der Geldregen für die Angestellten dürfte in die Geschichte eingehen. FactsRekordboniIm vergangenen Jahr erhielten 973 Mitarbeiter der Investmentbank Goldman Sachs einen Bonus von mehr als einer Million Dollar. Dieses Jahr sieht es danach aus als ob sich alle 28.000 Mitarbeiter auf Rekordprämien einstellen könnten.
ZitiertDie Rückkehr der Boni-Kultur wird dazu führen, dass wir in den nächsten Crash getrieben werden An der Wall Street und in der Londoner City atmen die Bankangestellten auf. Denn die Rückzahlung großer staatlicher Hilfspakete macht es möglich, dass in diesem Jahr doch noch Bonuszahlungen ausgeschüttet werden. Wie es aussieht, wird es der wärmste Geldregen aller Zeiten. So erwartet die Bediensteten von Goldman Sachs das größte Bonusprogramm in der 140 jährigen Firmengeschichte, berichtet die englische Wochenzeitung "Observer". Goldman Sachs war eine von jenen Banken, die Mittwoch vergangener Woche ihre milliardenschweren Support-Zahlungen an die US-Regierung zurückgaben. Die Rückzahlung von Goldman Sachs belief sich auf zehn Milliarden Dollar. Bereits wenige Tage später wurden die Mitarbeiter von Goldman Sachs informiert, dass sich die Geschäftsausssichten der Bank außerordentlich verbessert hätten, die Bonuszahlungen steigen würden. Es könnte sogar passieren, dass sich das Jahresergebnis 2009 als das profitabelste aller Zeiten erweise. Die Detailergebnisse zum zweiten Quartal gibt es zwar erst im kommenden Monat, doch es zeichne sich bereits ein Wachstumssprung ab. Staatsschulden sind einträgliches Geschäft Warum geht es den Banken gerade in der Wirtschaftskrise so gut? Der "Observer" zitiert David Williams von Fox Pitt Kelton, der die Branche analysiert: "Es zeichnet sich ab, dass dies das beste Jahr in der Geschichte für jene Investmentbanken wird, die die Kreditkrise einigermaßen unbeschadet überlebt haben." Gerade der staatliche und unternehmerische Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise beschert den Investmentbanken dabei die Rekordgewinne. Denn irgendwer muss den Firmen und Staaten ja dabei helfen, das Geld über den Anleihemarkt aufzustellen. Williams: "Diese Banken sind Zwischenhändler im Anleihenmarkt, auf dem Regierungen und Firmen derzeit Milliarden an neuem Geld aufstellen. Und es gibt einen Mangel an Wettbewerb, der bedeutet, dass sie nun enorme Summen für ihre Dienstleistungen verlangen können." Demzufolge wächst der Umsatz also nicht nur in Folge eines erhöhten Finanzierungsbedarfs, sondern auch als direkte Folge der Marktbereinigung im Banken-Sektor. Der nächste Crash vorprogrammiert Die Tatsache, dass die Investmentbanken nun zu den größten Profiteuren der von ihnen verursachten Finanzkrise werden, wird noch für viel Gesprächsstoff sorgen. So reagierten bereits Politiker in Großbritannien auf die erwarteten Boni-Zahlungen mit Verärgerung. Der Budgetsprecher der britischen Liberalen, Vince Cable: "Die Investmentbanken haben mehr als alle anderen das System einer exzessiven Risiko- und Bonuskultur erschaffen, die das Finanzsystem zu Fall gebracht hat. Nun kassieren sie und die gleiche Bonuskultur kehrt zurück. Das wird dazu führen, dass wir in den nächsten Crash getrieben werden." Die Banken selbst rechtfertigen die Boni mit dem Hinweis auf den gestiegenen Wettbewerb um Humankapital. Denn gerade die großen Banken, die bis vergangene Woche aufgrund von Auflagen aus den staatlichen Hilfsprogrammen keine Sonderzahlungen und Dividenden ausschütten durften, verloren Top-Mitarbeiter an kleine Investment-Boutiquen. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Unternehmen…
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7 Kommentare
Kein soziales Gewissen - kein Lerneffekt
Wie im Artikel bereits angeführt, sind die Investmentbanken die treibende Kraft hinter dem weltweiten Finanzkollaps gewesen. Gerade die Bonussysteme und die dadurch generierte Gier der Banker, war ursächlich an der größten Finanzkrise seit 1929 mitschuld. Nun läßt man nicht einmal Gras über die Sache wachsen, sondern retourniert bei der 1. besten Gelegenheit die Staatshilfen um das "alte System" mit horrenden Boni wieder zu installieren. Diese Verantwortungslosigkkeit wird uns noch in soziale Spannungen treiben, da dieser menschenverachtende Terror schwer zu verdauen ist. Bleibt nur zu hoffen, das die Krise noch nicht ganz vorbei ist, Goldman Sachs noch mal Staatshilfe braucht - aber keine mehr kriegt. Existenzen haben die Banker zerstört, den Bonus hat niemand zurückgezahlt! Und jetzt gehts weiter so ....
Von Gast: Gast: ethico am 25.06.2009 um 22:28
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Das Volk ...
... wird die fetten Boni schon bezahlen. :-)
Da bringen die Banken die Wirtschaft zum Einbruch, müssen Kredite in aberwitziger Höhe aufnehmen, verlangen von den "kleinen Leuten" Beiträge, um saniert zu werden - und als Dank dafür werden die "fettesten Boni aller Zeiten" ausbezahlt! :-)
Wo sind die Politiker, die jenen Machenschaften einen Riegl vorschieben? Ein Wunschgedanke, aber haben darf man ihn ja noch - denn mehr als diesen Gedanken haben wird's eh nicht spielen.
Von Gast: Gast: Peter am 23.06.2009 um 19:16
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Kann mir jemand sagen was mit der BKS ( 3Bankengruppe )passiert ist ?
Da war der Kurs über hundert Euro (vor nicht einmal einen Monat - Ende Mai ) jetzt bei ca 17 Euro - was ist da passiert ? Hab ich etwas versäumt ?
Von Gast: Gast: kurt am 22.06.2009 um 15:04
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Re: Aktiensplit
Lt. Ad-Hoc-Meldung der BKS vom 05.05.2009: "Durch den Aktiensplit wird sich die Anzahl der Stammaktien von 4.380.000 Stück auf 26.280.000 Stück erhöhen, jene der Vorzugsaktien von 300.000 Stück auf 1.800.000 Stück. Der Kurs beider Aktien (Stämme und Vorzüge) wird mit Inkrafttreten des Aktiensplits auf jeweils ein Sechstel des bisherigen Kurswertes umgestellt."
Kein Problem also :-)
Von Gast: Gast: Gast am 22.06.2009 um 22:39
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Re: Re: Ja ein Aktiensplit wurde durchgeführt
Keine Sorge Kurt! ;-)
Von Gast: Gast: Manfred K. am 23.06.2009 um 20:46
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Re: Aktiensplit?
Von Gast: Gast: Gast6020 am 22.06.2009 um 15:11
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... nicht zu glauben ?!
Von Gast: Gast: gast1 am 22.06.2009 um 13:06
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