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Merckle-Familie verkauft Ratiopharm-Schwester Mepha

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01.02.2010 | 15:32

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Merckle-Familie verkauft Ratiopharm-Schwester Mepha

Die deutsche Unternehmerfamilie Merckle hat den Schweizer Generikahersteller Mepha für rund 420 Millionen Euro verkauft. Käufer ist der US-Pharmakonzern Cephalon, der durch die Übernahme sein internationales Geschäft stärken will. Die Transaktion soll in den nächsten zehn bis zwölf Wochen unter Dach und Fach gebracht werden, kündigten beide Unternehmen am Dienstag an. Neben Mepha hat der schwäbische Unternehmer Ludwig Merckle auch das deutlich größere Schwesterunternehmen Ratiopharm auf die Verkaufsliste gesetzt, um die Schuldenlast seines Familienimperiums abzubauen.

Mepha vermarktet über 120 Produkte und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von rund 280 Mio. Euro. Im Verbund mit Cephalon werde die Gruppe ihre führende Stellung auf dem Schweizer Markt weiter ausbauen und könne zusätzliche Therapien anbieten, erklärte Mepha-Chef Thomas Villinger. Cephalon verspricht sich besonders in Europa, Afrika und dem Nahen Osten bessere Wachstumschancen.

"Durch die Übernahme von Mepha wird sich unser internationales Geschäft über Nacht verändern, da wir dann globale Märkte rentabler beliefern und in zahlreichen neuen Gebieten erstmals Patienten erreichen können", erklärte Firmengründer und Vorstandschef Frank Baldino.

Cephalon geht davon aus, dass der Kauf von Mepha schon 2010 zu einem Gewinnzuwachs führen wird. Eine angepasste Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr will der Konzern mit Sitz in Frazer im US-Bundesstaat Pennsylvania bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen am 11. Februar vorlegen. Die 1987 als Biotech-Startup gegründete Firma geht für 2009 von Erlösen von über 2 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro) aus.

Nach dem Verkauf von Mepha sind bei der Unternehmerfamilie Merckle nun alle Augen auf den Verkauf von Ratiopharm gerichtet. Bis Ende der Woche werden hier endgültige Gebote erwartet. Noch im Rennen waren Kreisen zufolge zuletzt der Finanzinvestor EQT im Verbund mit dem isländischen Arzneimittelhersteller Actavis, der weltgrößte Generikahersteller Teva aus Israel und der US-Pharmariese Pfizer. Laut früheren Angaben aus Kreisen war Pfizer auch an Mepha interessiert.

(APA/Reuters)

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