Sal. Oppenheim vor Verkauf der Rest-Investmentbank
Die Gespräche über den Verkauf restlicher Investmentbank-Teile von Sal. Oppenheim an die australische Großbank Macquarie sind auf der Zielgeraden. Eine Vereinbarung wird innerhalb weniger Tage erwartet.
Eine Vereinbarung dürfte innerhalb weniger Tage bekanntgegeben werden, sagten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen Reuters am Mittwoch. "Wir sind auf sehr gutem Weg, beide Seiten wollen den Deal", sagte einer der Insider. Damit würde der Verkauf noch vor dem Abschluss der Übernahme der Privatbank Sal. Oppenheim durch die Deutsche Bank über die Bühne gehen. Hiermit wird bis Ende Februar gerechnet.
Macquarie interessiert sich den Kreisen zufolge für das Geschäft mit Aktienplatzierungen (Capital Market Sales) und den Analysebereich (Research) mit insgesamt rund 60 Mitarbeitern. Das Beratungsgeschäft bleibe weitgehend außen vor. Dessen Zukunft ist ungewiss: "Die Deutsche Bank wird wohl nur wenige der verbliebenen Banker übernehmen", sagte eine der mit den Gesprächen vertrauten Personen.
Bereits gekauft hat Macquarie kurz vor Weihnachten die Derivate-Sparte von Sal. Oppenheim mit 90 Mitarbeitern. In Finanzkreisen war damals von einem Preis im niedrigen bis mittleren zweistelligen Miollionenbereich die Rede. Macquarie und Sal. Oppenheim lehnten Stellungnahmen ab.
Die Australier hatten im Herbst ein Angebot für die gesamte Investmentbank abgegeben, das die Sal.-Oppenheim-Gesellschafter aber als zu niedrig ablehnten. Damals hatte es geheißen, Macquaries Angebot habe deutlich unter der Eigenkapitalausstattung des Segments von 200 bis 300 Mio. Euro gelegen, die als Minimalpreis angepeilt worden war. "So viel wird es jetzt zusammen nicht mehr geben", sagte ein Insider.
(APA/Reuters)
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