Ex-Merrill-Lynch-Boss soll CIT sanieren
Der frühere Chef der US-Investmentbank Merrill Lynch, John Thain, geht zum Mittelstandsfinanzierer CIT. Der US-Mittelstandsfinanzierer war 2009 in die Insolvenz geschlittert und soll weiter umgebaut werden.
Wie das Unternehmen am Sonntagabend (Ortszeit) in New York mitteilte, ersetzt der 54-Jährige Übergangschef Peter Tobin mit sofortiger Wirkung. Thain wurde vom CIT-Aufsichtsrat gewählt. Das Kreditinstitut war im vergangenen Jahr insolvent und musste Gläubigerschutz beantragen.
Der frühere Merrill-Chef soll das Unternehmen weiter umbauen, wie es in einer Mitteilung hieß. Er selbst erklärte, dass CIT mit seinen Krediten für kleine und mittelgroße Unternehmen eine wichtige Rolle bei der Erholung der US-Wirtschaft spiele.
Thain arbeitete viele Jahre bei der Investmentbank Goldman Sachs, war später als Chef der New Yorker Börse für den Börsengang des Konzerns verantwortlich und wechselte schließlich an die Spitze von Merrill Lynch. Während der Finanzkrise war er für den Verkauf des Traditionshauses an die Bank of America verantwortlich. Obwohl sein Unternehmen riesige Verluste schrieb, handelte er für die Merrill-Angestellten mehrere Milliarden Bonuszahlungen aus.
(APa/apn)
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