Hoffnung für deutsche Werften in Wismar und Rostock
An den Schiffbaustandorten in Wismar und Rostock gibt es neue Hoffnung. Für die im August 2009 in die Insolvenz gegangenen ehemaligen Wadan-Werften, die jetzt unter Nordic Yards firmieren, ist die Finanzierung des vor einer Woche erhaltenen Auftrags über einen eisbrechenden Tanker auf gutem Weg, wie die Landesregierung und der russische Werfteigner am Dienstag mitteilten. Bis zu einem weiteren Treffen am 24. März sollen die Einzelheiten der Finanzierung zwischen Werften, Banken, Bund und Land für das 100-Millionen-Euro-Projekt endgültig geklärt sein.
Neben der Finanzierung des eisbrechenden Spezialtankers für das russische Bergbauunternehmen Norilsk Nickel arbeite Nordic Yards mit Hochdruck, um an weitere Aufträge zu gelangen und die wirtschaftliche Entwicklung der Werften in Wismar und Rostock zu sichern, wie Werftenbesitzer Witalij Jussufow betonte. Wenn es bei den Aufträgen positive Signale gäbe, könne auch über eine Verlängerung der Beschäftigungsgesellschaften gesprochen werden, in die eine große Mehrheit der ehemaligen Wadan-Beschäftigten aufgefangen wurden und die Ende März ausläuft.
Mit dem vorliegenden Tanker-Auftrag wäre die Beschäftigung der Werftleute in Wismar vorerst gesichert. Die Konstruktionsarbeiten für den Tanker begannen den Angaben zufolge schon während der Vertragsverhandlungen, so dass voraussichtlich bereits am 1. Juli mit dem Bau des Schiffes begonnen werden könne. Die Auslieferung ist für Ende September 2011 vorgesehen.
Die ehemaligen Wadan-Werften waren aufgrund drastischer Überkapazitäten im Containerschiffbau seit Februar 2008 ohne Auftrag geblieben. Jussufow übernahm die insolventen Wadan-Werften im August 2009 für 40,5 Millionen Euro und garantierte 1.200 Arbeitsplätze. Anderenfalls sollten Strafgelder für jeden nicht eingelösten Arbeitsplatz fließen.
(APA/apn)
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