Deutsche Banken können „Kapitalisierung aus eigener Kraft erreichen"
Die deutschen Banken können ihre Kapitalpuffer für Krisenzeiten nach Einschätzung der BaFin aus eigener Kraft stärken. Die Kapitallücke beträgt gut 13 Milliarden Euro.
Im Frankfurter Bankenviertel wird weiter eifrig gerechnet
"Aus den Plänen, die uns die Institute vorgelegt haben, geht hervor, dass es ihnen gelingen sollte, die von der EBA empfohlene Kapitalisierung aus eigener Kraft zu erreichen", sagte die seit Jänner amtierende Präsidentin der Finanzaufsicht, Elke König, am Donnerstagabend in Frankfurt.
Die europäische Bankenaufsicht EBA fordert von Europas Banken bis Ende Juni 2012 eine harte Kernkapitalquote von 9,0 Prozent. Beim jüngsten Stresstest im Dezember machten die Aufseher bei sechs deutschen Instituten eine Kapitallücke von insgesamt 13,1 Mrd. Euro aus. Die größte Lücke klafft dabei bei der Commerzbank.
König sagte, gefährlich würde es nur dann, wenn der sinnvolle Abbau von Risiken zu einer Verknappung von Krediten führen würde. "Doch eine Kreditklemme erleben wir derzeit nicht", sagte König. Es bestehe auch kein Grund zur Sorge, dass die EBA-Anforderungen zu weniger Krediten führten.
(APA/dpa)
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