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Die Forderungen der Gewerkschaft der Flugsicherung

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von APA/AFP | 21.02.2012 | 17:49

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Die Forderungen der Gewerkschaft der Flugsicherung

Luftfahrt. Was Gewerkschaften und die Arbeiter am Vorfeld des Frankfurter Flughafen wirklich fordern.

Fraport

Frankfurt. Der Tarifkonflikt zwischen dem Betreiber des Frankfurter Flughafens und der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) ist festgefahren. Hintergrund sind die Forderungen der GdF für die kleine Gruppe der 200 Beschäftigten der Vorfeldkontrolle, Vorfeldaufsicht und Verkehrszentrale. Dem Flughafenbetreiber Fraport zufolge will die GdF teils über 70 Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaft selbst spricht von Forderungen zwischen drei und 30 Prozent über vier Jahre.

SCHLICHTERSPRUCH:
Der Tarifstreit zwischen Fraport und GdF eskalierte, nachdem der Flughafenbetreiber den Schlichterspruch von Anfang Februar nicht annahm. Vermittelt hatte Hamburgs ehemaliger Erster Bürgermeister Ole von Beust. Nach Darstellung von Beusts gab es eine Einigung zwischen den Konfliktparteien in einigen Punkten. Bis zum Ende strittig blieben aber zentrale Themen wie Laufzeit, Überstundenvergütung oder Bereitschaftsdienste. So sah der Spruch etwa eine vierjährige Laufzeit vor. Fraport beharrte aber nach Angaben der GdF auf sechs Jahren. Der Spruch umfasste auch Regelungen vor für die Ausgliederung der Beschäftigten in ein eigenes Unternehmen. Besonders umstritten blieben aber die Lohnerhöhungen für die drei Berufsgruppen.

VORFELDKONTROLLE: Aufgabe der Vorfeldkontrolleure auf Flughäfen ist es, Flugzeuge sicher von den Landebahnen per Funk zu Parkpositionen zu lotsen und zurück zu den Startbahnen. Der Lohn eines Vorfeldkontrolleurs beläuft sich nach Angaben von Fraport derzeit auf rund 53.000 Euro jährlich. Er soll demnach um rund 50 Prozent auf 79.600 Euro steigen. Mit geforderten Zulagen und Arbeitszeitverkürzungen kommt der Flughafenbetreiber sogar auf ein Lohnplus von 73 Prozent. Für langjährige Vorfeldkontrolleure soll den Angaben zufolge das Gehalt um ein Viertel auf 86.700 Euro klettern.

VORFELDAUFSICHT:
Die Angestellten der Vorfeldaufsicht fahren unter anderem die schwarz-gelben Fahrzeuge auf Flughäfen mit der Aufschrift "Follow Me", die Flugzeuge über die Pisten zu ihren Positionen leiten. Fraport beziffert das Gehalt langjähriger Mitarbeiter der Vorfeldaufsicht auf derzeit 42.000 Euro. Die GdF will demnach eine Lohnsteigerung von rund 45 Prozent auf 60.700 Euro. Zusammen mit Zulagen und Arbeitszeitverkürzungen kommt der Flughafenbetreiber auf ein Lohnplus von fast zwei Dritteln.

VERKEHRSZENTRALE: Die Verkehrszentrale weist Flugzeugen ihre Parkpositionen zu. Langjährige Mitarbeiter verdienen dort laut Fraport momentan 47.300 Euro. Die GdF fordert demnach einen Lohnzuwachs von 28 Prozent auf 60.700 Euro. Der Flughafenbetreiber berechnet zusammen mit Zulagen und der geforderten Verringerung der Arbeitszeit einen Lohnerhöhung von unterm Strich 48 Prozent.

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