von APA | 22.02.2012 | 00:32
Preiskampf drückt bei Wal-Mart auf Gewinn
Handel. Der Einzelhandelskoloss Wal-Mart verkündet bessere Zahlen. Die bessere Arbeitsmarktlage sorgt bei den Amerikanern für Kauflaune.
Bentonville. Nach der erzwungenen Sparsamkeit in der Wirtschaftskrise werden die US-Amerikaner ihrem Ruf als kauffreudiges Volk wieder gerecht. Der Einzelhandelskoloss Wal-Mart vermeldet für die Monate November bis Jänner wieder bessere Zahlen. Wal-Mart setzt auf niedrige Preise, um die Kunden in seine riesigen Einkaufs tempel zu locken, in denen es nahezu alles von Lebensmitteln über Kleidung bis hin zu Autozubehör gibt. Der Umsatz stieg dank der Schnäppchen sowie Zukäufen wie der britischen Kette Netto oder der südafrikanischen Massmart um sechs Prozent auf 92,5 Milliarden €. "Jeder Teil unseres Geschäfts ist heute stärker als vor einem Jahr", sagte Konzernchef Mike Duke am Dienstag.
Allerdings gingen die günstigen Angebote zulasten des Gewinns, der um 15 Prozent auf unterm Strich 3,9 Milliarden € schmolz. Wal-Mart muss sich vor allem gegen den aggressiven Onlinehändler Amazon wehren, der mit Kampfpreisen und kostenlosem Versand immer mehr Kunden anlockt. Der gute Lauf soll nach den Prognosen der Handelskonzerne im Jahresverlauf anhalten. "Wir erwarten weiteres Wachstum", sagte Wal-Mart-Finanzchef Charles Holley.
Arbeitslosigkeit sinkt
Während sich in Europa viele Menschen angesichts der Schuldenkrise Sorgen über ihre berufliche Zukunft machen, hellt sich die wirtschaftliche Lage in den USA auf. Im Jänner war die Arbeitslosigkeit mit 8,3 Prozent auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren, nachdem sie lange über neun Prozent lag. Seit dem Jahreswechsel wurden nach Angaben des US-Arbeitsministeriums 243.000 Jobs neu geschaffen.
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