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Dialog-backdrop Sägewerker Fritz Klausner nach Gerichtsurteil im BlickpunktWieder einmal sorgt der Tiroler Sägewerker Fritz Klausner in Deutschland für Aufregung. Diesmal, weil das Landgericht Münster zu seinen Gunsten entschieden hat. Mehrmals schon hatte der Tiroler Sägewerker Fritz Klausner die Branche in Aufregung versetzt. Zunächst, als er mit den subventionsgestützten Sägewerksneubauten in den östlichen Bundesländern Deutschland den Markt gehörig aufgemischt hatte. Vor ein paar Jahren, als seine Unternehmen schon zur zweitgrössten Sägegruppe Europas hinter Stora Enso aufgestiegen war, kam die Expansion wegen der Wirtschaftskrise jäh ins Stocken. Kausner musste nach Zahlungsschwierigkeiten mehrere Standorte verkaufen. Nun sorgt in Nordrhein-Westfalen ein Urteil des Landgerichtes Münster für Aufregung. Klausner hatte Nordrhein-Westfalen auf Einhaltung eines Vertrages aus dem Jahr 2007 geklagt und Recht bekommen. Die Folge: Das Landesforstamt, das den Vertrag 2009 aufgekündigt hatte, muss Klausner bis 2014 jährlich 500.000 Festmeter Fichtenholz liefern. Das war nach dem verheerenden Sturm Kyrill, der am 18. Januar 2007 große Waldgebiete in Südwestfalen entwurzelte, so ausgemacht worden. „Der Prozessausgang ist für uns wirklich eine Tragödie. Jetzt wird es ganz eng für viele Holzverarbeitungsbetriebe aus unserer Region, da eine ausreichende Holzversorgung gefährdet ist. Wir hoffen nun, dass das Land Berufung einlegt", sagte Hubertus Weber, Geschäftsführer von Team-Timber, gegenüber suedwestfalen-nachrichten.de. Von einem schwarzen Tag für die Holzindustrie und von einem Schildbürgerstreich ist in Deutschland die Rede, denn: Das Kyrill-Schadholz ist längst aufgearbeitet, die jährliche Holzernte würde nur noch 200.000 Festmeter betragen. Um Klausner Ansprüche decken zu können, müssten die Landesforste 300.000 Festmeter jährlich zum Marktpreis von etwa 96 € je Festmeter zukaufen, während Klausner ein Abnahmepreis von 75 bis 85 je Festmeter zugesichert worden sei. Der Verkauf des gesamten schlagbaren Fichtenbestandes von 200.000 Festmeter an Klausner würde bedeuten, dass die lokalen 150 Sägebetriebe in Nordrhein-Westfalen keine Fichten mehr aus dem Staatsforst zum Verarbeiten erhalten. Ein vom Verband der Säge- und Holzindustrie Nord in Auftrag gegebenes Gutachten von Professor Andreas Schulte rechne mit einem Abbau von 1000 Arbeitsplätzen in NRW, heisst es in einem Bericht von Goldman Morgenstern & Partners. Klausner zählt sich noch immer zu den grössten Nadelschnitt-Holzherstellern Europas. An den Standorten Saalburg-Ebersdorf in Thüringen und Kodersdorf in Sachsen werden rund zwei Millionen Kubikmeter Nadelschnittholz jährlich produziert. Baustelle Schweiz Im Vorjahr ersteigerte Klausner überraschend um 20 Millionen Franken die Anlagen des ehemals grössten Sägewerks der Schweiz. Es war im Dezember 2010 in Konkurs gegangen. Klausner hätte die Anlagen bis Ende Jänner abmontíeren sollen, was aber nicht geschehen ist. Jetzt lebt am Standort Domat/Ems die Hoffnung, dass die Sägerei reaktiviert werden könnte. Pläne dazu hat die Tiroler Pfeiffer Gruppe, die sich um zwei Millionen Franken die Baurechte sowie Werkshallen gekauft hatte. Ewald Franzoi von der Pfeifer-Geschäftsleitung sagte Anfang Februar, die Infrastruktur in Domat/Ems sei gut. Man wolle das Werk auf Basis einer vernünftigen Grösse betreiben und jährlich rund 300.000 Festmeter Rundholz einschneiden, die Hälfte des ursprünglich angedachten Volumens. Mit Klausner werde verhandelt. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Unternehmen…
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1 Kommentar
dumm gelaufen!
welcher größenwahnsinniger forstbeamter hat denn den deal eingefädelt. jeder andere säger würde auch auf die einhaltung des vertrages pochen. welch ein marktvorteil für klausner - da kann man nur sagen: gut verhandelt!
Von Gast: Gast: martin am 21.02.2012 um 18:15
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