Russland vor Ölförderrückgang
Nach geringeren Fördermengen in den ersten beiden Monaten 2008 könnte Russland auch im Gesamtjahr weniger Rohöl und Gaskondensate fördern als bisher erwartet. Der Ruf nach steuerlichen Entlastungen wird in Russland lauter.
Ende 2007 hatten Experten noch mit einem leichten Anstieg des Erdölausstoßes Russlands gerechnet. Nach den ersten beiden Beiden Moanten des lauenden Jahre werden diese Prognosen nun nach unten revidiert. Im Jänner und Februar ist der Ausstoßs an Erdöl und Ergasderivaten in Russland jeweils um einen knappen Prozent zurück gegangen. Derzeit fördert Russland mit 9,79 Millionen Barrel pro Tag rund elf Prozent des globalen Gesamtverbrauches.
Sollte die Jahresförderung 2008 tatsächlich hinter jener des letzten Jahres zurückbleiben, wäre dies der erste Förderrückgang seit rund zehn Jahren. Seit 1998 ist der Ausstoß um etwa 58 Prozent gestiegen, Russland ist der derzeit zweitgrößte Erdölförderer hinter Saudi Arabien.
Für das laufende Jahr geht die Welteenergieagentur (IEA) von einem Nachfrageanstieg für Erdöl um rund zwei Prozent auf 87,54 Millionen Fass pro Tag aus.
Analysten fordern nun ebenso wie Vertrteter der russischen Erdölindustrie eine Senkung von Steuern auf die Erschließungs- und Förderaktivitäten. Dadurch sollen die Produktionsanreize für die Konzerne erhöht werden. Politiker haben bereits Schritte in diese Richtung angedeutet. Allerdings stellen die Steuereinnahmen aus der Erdöl- und Erdgasindustrie derzeit die größten Einnahmen des russischen Staates dar.
(ekh)
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