Italiens Wirtschaft im ersten Quartal um 6 Prozent eingebrochen
Italiens Wirtschaft ist im ersten Quartal so stark eingebrochen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verringerte sich zwischen Jänner und März endgültig im Vergleich zum Vorquartal um 2,6 Prozent, wie das Nationale Statistikamt Istat mitteilte. In einer ersten Schätzung hatte Istat noch mit einem Minus von 2,4 Prozent gerechnet.
Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980 hat es in einem Quartal noch nie einen derart starken Rückgang der Wirtschaftsleistung in dem südeuropäischen Land gegeben. Zum Vorjahr verringerte sich das BIP in Italien um 6 Prozent. Laut ersten Schätzungen hätte der Rückgang 5,9 Prozent betragen sollen.
Die Gewerkschaften warnten, dass Italiens Problem mit der Realwirtschaft akut sei. Nach Einschätzung von Gewerkschaftsführer Guglielmo Epifani stelle die Regierung zu wenig "echtes Geld" zur Bekämpfung der Krise zur Verfügung. Notwendig sei eine wirkliche Reform der sozialen Ausgleichszahlungen.
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