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Dialog-backdrop Kreditvergabe lässt nach - Banken bunkern Geld lieber bei der EZBSeltsam aber wahr. Während die Banken immer wieder betonen, dass es keine Kreditklemme gibt, ortet die EZB jetzt, dass die Summe der an Firmen und Haushalte ausgegebenen Kredite im Mai das geringste Wachstum in der Geschichte der Währungsunion erreichte. Die Kreditvergabe der Banken in der Euro-Zone lässt wegen der Rezession immer mehr nach. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mitteilte, wuchs die Summe der von den Banken an Firmen und Haushalte ausgereichten Kredite im Mai nur noch um 1,8 Prozent - so langsam wie noch nie in der Geschichte der europäischen Währungsunion. Gleichzeitig parkten die Banken einen dreistelligen Milliardenbetrag bei der EZB. Sie hatten sich vergangene Woche bei der Zentralbank fast 450 Mrd. Euro beim ersten einjährigen Refinanzierungsgeschäft besorgt. Rund die Hälfte des Geldes ruhte in der Nacht von Montag auf Dienstag auf den Konten der EZB. Auch das Wachstum der für die Zinspolitik der EZB wichtigen Geldmenge M3 ging im Mai abermals deutlich stärker als erwartet zurück. Das Plus lag nur noch bei 3,7 Prozent nach 4,9 Prozent im April. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einer Verlangsamung des Geldmengenwachstums auf lediglich 4,6 Prozent gerechnet. Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt (März bis Mai) wuchs M3 mit einer Jahresrate von 4,5 Prozent. M3 umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen bis zu zwei Jahren Laufzeit. Die Entwicklung von M3 und der Kreditvergabe unterstreicht nach Ansicht von Experten, dass die EZB mit ihren Mahnungen richtig liegt, trotz Anzeichen einer Stabilisierung der Wirtschaft nicht vorschnell ein baldiges Ende der Rezession auszurufen. "Was wir sehen ist die Bestätigung, dass die EZB recht hat, wenn sie bezüglich einer Erholung (in der Euro-Zone) vorsichtig bleibt", sagte Marco Valli von der italienischen Großbank Unicredit: "Die Kreditvergabe wird noch eine ganze Zeit lang unter Druck sein." Unabsehbare Folgen Bundesbank-Chef Axel Weber hatte zuletzt vor einer Kreditklemme mit unabsehbaren Folgen für die deutsche Wirtschaft gewarnt. Weber und Finanzminister Peer Steinbrück hatten die Banken deshalb mit deutlichen Worten aufgefordert, die bereitgestellte Extra-Liquidität an Unternehmen und Haushalte weiterzugeben. Das zusätzliche Geld sei nicht dazu da, die Banken zu retten und gehortet zu werden, sondern um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Sollten die Banken nicht entsprechend handeln, werde die EZB eventuell die Banken umgehen und Kredite direkt an Unternehmen geben. Der EZB-Rat entscheidet am Donnerstag über den Leitzins in der Euro-Zone. Der Schlüsselzins für die Refinanzierung des Bankensystems liegt auf dem historisch niedrigen Niveau von einem Prozent. Dabei dürfte es nach Ansicht von Ökonomen auch bleiben. Die EZB beginnt zudem im Juli mit dem geplanten Kauf von Pfandbriefen über bis zu 60 Mrd. Euro. Sie hofft dadurch, das von der Krise besonders hart getroffene Marktsegment wieder in Gang zu bringen. Zudem will die Zentralbank mit dem Geld noch mehr Schmierstoff in die Finanzbranche geben, damit keine Kreditklemme eintritt. Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler sagte bei einem Symposium zur Bankenaufsicht in Frankfurt, die Banken würden seiner Meinung nach durch die Abschreibung toxischer Wertpapiere bei der Auslagerung in eine "Bad Bank" an der Vergabe neuer Kredite gehindert. Die riskanten Papiere müssen auf Druck der EU-Kommission pauschal im Voraus um zehn Prozent wertberichtigt werden. Zeitler: "Das belastet die Eigenkapitalbasis der Institute zusätzlich und wirkt damit dem Ziel des Gesetzes entgegen, den Kreditkanal offen zu halten", kritisierte er. Es gebe aber noch Hoffnung, die Folgen der Zwangsabschreibung etwas abzumildern, indem der Zeitpunkt der Übertragung zurückverlegt werde.
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5 Kommentare
Jetzt haben die Banken auf jeden Fall genug Bares!
Nun wollen aber die Banken, nach Aussage von Hrn. Zeitler, die Gesellschaft nochmals erpressen, indem die "toxischen Wertpapiere" Schuld an der geringen Kreditvergabe zugesprochen werden. Es scheint so, dass der Steuerzahler nochmals für 100erte Mrd. Euro aufkommen muss, bevor die Banken zu relativen Normalität zurückkehren wollen. Die Politiker lassen sich schon erpressen, hat noch immer funktioniert.
Nach 3- maligen Lesen dieses Artikels komme ich zu der Erkenntnis, dass die Gesellschaft auf die Eigentümer aller existierenden Banken verzichten sollen. Enteignung und alle Geschäftführer und Eigentümer für den angerichteten Schaden zur Verantwortung ziehen, wennn es sein muss zum Existenzminimum.
So wie heute kann es keinen Fall weitergehen.
Von Gast: Gast: ET am 30.06.2009 um 17:28
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Re: Die Frage der Schuld......
...ist in diesem Zusammenhang von geringer Bedeutung. Schließlich haben die meisten europäischen Banken und zuvorderst die Deutschen toxische US-Papiere wie Lemminge gekauft. Die Führungsgremien der Banken haben die Chuzpe einfach nicht durchschaut! Jetzt sind sie in einer Art Schreckstarre und der einfache Kreditreferent, in seiner Berufsausbildung stets auf Risikovermeidung bei Kreditvergaben getrimmt, kann sich nicht so schnell umstellen. Außerdem sind die vergebenen Kredite mit Eigenkapital zu unterlegen (Basel II), was nach der Abschreibung "toxischer Papiere" bei manchen Banken auf Probleme stößt. Nicht alle wollen aber eine Staatsbeteiligung um ihre Eigenkapitalbasis zu stärken. So nimmt man halt das billige Geld und versucht ohne Risiko ein paar Zehntelpunkte durch Fristentransformation zu verdienen.
Von Gast: Gast: todonada am 01.07.2009 um 08:57
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Re: Re: Die Verantwortung und Haftung ist von großer Bedeutung für die Zukunft!
Auch wenn eine Wiedergutmachung der Verantwortlichen nie möglich sein wird, so müssen diese Manager die Resultate in der eigenen Tasche spüren. Es kann nicht sein, dass diese Leute nun selbst viel reicher sind als vor dem Schadensereignis. Wenn die Gesellschaft hier nicht konsequent ist, dann wird so weiter gemacht werden und die nächsten Großschäden sind programmiert. Wir werden dann wieder Billonenschäden zu Lasten der Allgemeinheit bekommen, nur damit sich die Verwantwortlichen einige Millionen in die Tasche stecken können. Der volkswirtschaftlichen Schaden ist enorm und nicht tolerierbar. Das muss verhindert werden und geht nur mit Haftungen der Verantwortlichen.
Von Gast: Gast: ET am 01.07.2009 um 09:07
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Re: Re: Re: Ja schön wär's!
Aber das wird doch schon sein undenkbaren Zeiten so gespielt und ist letztlich nichts anderes als Darwinismus. Oder, was meinen Sie, lieber IT, wer die "Haftung" dafür übernimmt, dass jemand sein Leben lang liebevoll, achtsam und hilfsbereit ist und so versucht nach den Gesetzen der Ethik und Moral besch(i)eiden zu leben und dann? Wer übernimmt die Haftung für das, was man ihm in Ohr geblasen hat und wofür er schön brav gezahlt hat und dass dann am Ende nix ist? Der Papst? Das ist totaler Haftungsausschluss! Oder wer übernimmt die Haftung für das blöde Pferd, das den Karren ein Leben lang zieht und was wartet dann? Haftung? Gerechtigkeit? Für die Kuh, die meint, ihre Milch geht zu den Kälbchen, die in Oxford studieren? Lach! Für jene, "die nicht sehen und doch glauben", gibt es keine Haftung und somit auch keine Gerechtigkeit. Bzw. gerecht ist, was ist! Jammer!
Von Gast: Gast: todonada am 01.07.2009 um 11:23
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Re: Die Erpessung hat geklappt!
Die D Banken werden Ihre eigenen Fehler an das Volk übertragen. Gerade einmal 10% Abschlag für die Papiere und ein Stichtag 30.06.2008, wo die Papiere noch wesentlich höher bewertet waren.
Mal schauen was die Ö Regierung noch so machen wird. Machen müssen die was, sonst verlieren die doch so armen Ö Banken die Wettbewerbsfähigkeit. Die kommende, starke und massive, Massenarmut wird das Establishment hinwegspülen, auch wenn es noch einige Jahre dauern wird. Auch Manni wird die Seiten wechseln, wenn er hungrig wird.
Quelle: http://www.finanzen.net/nachricht/ROUNDUP_Koalition_einig_ueber_Bad_Bank_Modell_909273
Von Gast: Gast: ET am 30.06.2009 um 18:20
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