von Elmar Hillebrand | 21.09.2009 | 08:09
Der Ruf des Goldes glänzt in China
Das historische Goldpreishoch wird nicht zuletzt durch die Nachfrage in China angeheizt. Noch im laufenden Jahr könnte China Indien als größter Goldmarkt überflügeln.
Die wachsende chinesische Mittelschicht entdeckt Gold als sichere Anlageform. Daneben spielt jedoch auch der Kauf von Gold in Form von Schmuck eine steigende Rolle im Reich der Mitte. Experten gehen bei dem derzeit anhaltenden Trend der Goldnachfrage in China davon aus, dass das Land im Jahr 2009 Indien als größten Goldabsatzmarkt weltweit überflügeln könnte. Dort wird Gold traditionell vor allem in Form von Schmuck nachgefragt.
Gleichzeitig baut die chinesische Nationalsbank nach Expertenangaben ihre Goldreserven weiter aus. Im Gegensatz zu anderen Zentralbanken, die jedoch zuletzt ihre Verkaufsaktivitäten in Sachen Gold deutlich zurückgefahren haben. Nur der IWF hat vor dem Wochenende angekündigt, seine Goldreserven um 400 Tonnen reduzieren zu wollen. Dies entspricht gegenwärtig einem Wert von rund 13 Milliarden Dollar.
Dass der Goldpreis dadurch ernsthaft ins Trudeln geraten könnte, darf bezweifelt werden. Zum einen hat der IWF selbst erklärt, dass man bei der Aktion auf einen weiterhin stabilen Goldpreis achten will. Zum anderen lassen die Rahmenbedingungen wie anhaltend starke Nachfrage nach Gold, die Trendumkehr bei der Reservepolitik bei den Notenbanken sowie der immer noch vergleichsweisen geringen Förderung und eine wieder anziehende Nachfrage der Industrie nach dem Erreichen der konjukturellen Talsohle nicht auf eine Entspannung bei der Versorgung mit dem Edelmetall schließen.
In den letzten Tagen ist der Goldpreis von seinem Hoch bei 1017 Dollar je Unze alledings wieder etwas zurückgekommen und notiert am Montagmorgen mit einem Minuv von rund einem halben Prozent bei gut 1001 Dollar je Unze.
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