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Merkel: "unendliche Energie" durch Kernfusion

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30.01.2010 | 12:33

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Merkel: "unendliche Energie" durch Kernfusion

Zur langfristigen Deckung des Energiebedarfs setzt Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Kernfusion.

DPA

Diese Technologie könne "unendliche Mengen von Energie zur Verfügung stellen" und sei frei von radioaktiven Abfällen, sagte Merkel in ihrer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft. Bei der Kernfusion werden Atomkerne miteinander verschmolzen. Die Energiemenge ist enorm: Ein Gramm Brennstoff erzeugt rund 90.000 Kilowattstunden Energie. Das entspricht in etwa der Verbrennungswärme von elf Tonnen Kohle.

Die klassischen Formen der Energiegewinnung, beispielsweise der Verbrauch von fossilen Brennstoffen, sei endlich, sagte die studierte Physikerin. Die Kernenergie könne dabei nur als Brückentechnologie funktionieren. "Deshalb sagt die neue Bundesregierung, dass wir das Zeitalter der regenerativen Energien erreichen wollen", erklärte die CDU-Vorsitzende. Deutschland wolle nicht nur moderne Formen der Energiegewinnung nutzen, sondern bei ihrer Entwicklung und Erfindung mit dabei sein.

Am Montag will die Bundeskanzlerin das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald besuchen, das sich der Erforschung der Kernfusion verschrieben hat. Merkel erklärte, es lohne sich, in diese Merkel Zukunftstechnologie zu investieren, auch wenn ihre Anwendung in weiter Ferne liege und sehr kostenaufwändig sei. Das könne allerdings kein Land alleine. Deshalb arbeiteten die Europäische Union, die USA, China, Indien, Südkorea und Russland zusammen.

(APA)

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2 Kommentare

Ist Strom aus Kernenergie nicht unmoralisch?

Wer die Erderwärmung begrenzen will, muß Atomkraftwerke abschalten, auch weil sie via Kühlwasser Flüsse und Umgebung aufheizen und selbst im sogenannten Normalbetrieb Radioaktivität emittieren (das heißt: abstrahlen).

CDAK
Im Auftrag
Petra Pauly

Von Gast: Gast: CDAK am 13.02.2010 um 21:49

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"Billiger" Strom aus Kernenergie ist ein Ammenmärchen - Fakt sind 2 € / kWh

Die Atomindustrie behauptet ungerechtfertigt, billigen Strom zu produzieren. In Wahrheit handelt es sich um eine Branche, bei der trotz Privatisierung in realsozialistischer Manier immer noch der Staat haftet, falls etwas schief geht.
Diese externen Kostenfaktoren bei der Erzeugung von Kernkraftstrom hat, übrigens schon unter der Regierung von Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, das damalige Bundeswirtschaftsministerium 1992 durch die renommierte Baseler PROGNOS AG berechnen lassen. Diese Studie der PROGNOS AG trägt den Titel: "Identifizierung und Internalisierung der externen Kosten der Energieversorgung." Aus ihr geht hervor, daß bei Berücksichtigung der externen Gesamtkosten der wirkliche für die deutsche Volkswirtschaft entstehende Preis einer kWh Kernkraftstrom schon damals circa 4 DM betragen hat. Das wären heute circa 2 €.
Quelle:
http://merky.de/076063

Von Gast: Gast: Pauly am 13.02.2010 um 21:45

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