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Davos 2010: Mehr Regeln? Ja, aber...

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von Patriza Reidl | 31.01.2010 | 15:19

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Davos 2010: Mehr Regeln? Ja, aber...

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ging am Sonntag zu Ende. Es war nicht – wie 2009 – das grimmigste, aber vielleicht das grüblerischste. Jedenfalls für die Banken.

EPA

Auf einem der letzten Panels diskutierten u.a. Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann (Bild), Dominique Strauss-Kahn (IWF-Chef), Christine Lagarde (Frankreichs Wirtschaftsministerin)

Zitiert

osef Ackermann, Deutsche Bank-Chef

Die Gesellschaft akzeptiert Übertreibungen der Banken nicht mehr

Facts

Spindelegger will Österreich als „Drehscheibe“ etablieren
„Die Stimmung ist optimistisch, aber nicht euphorisch“ – so bezeichnet ­Außenminister Michael Spindelegger gegenüber dem WirtschaftsBlatt die kollektive Gemütslage beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Schwarzmalereien wie die von US-Ökonom Nouriel Roubini, der über ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone spekuliert hatte, hält der österreichische Chefdiplomat für übertrieben: „So tragisch“ sei die Lage in Euroland nicht.

Spindelegger, der bis Freitag in Davos weilte, nahm an zwei Diskussionsrunden teil – das thematische Spektrum war mit „Rechtsstaatlichkeit“ sowie „Arbeitsmarkt und Sozialpolitik“ denkbar weit – und nutzte die Gelegenheit, für die Rolle Österreichs als regionale „Drehscheibe“ zu werben. Konkret bemüht sich der Außenamtschef um die Wiederbelebung des im Jahr 2002 zum letzten Mal in Österreich stattgefundenen Davos-Regionalforums (Schwerpunkt war damals Osteuropa und der Schwarzmeerraum).

Wunschdatum 2011

Die Gespräche mit den WEF-Veranstaltern bezeichnete Spindelegger als konstruktiv und die Voraussetzungen für die Wiedereinführung der Veranstaltungen als gut – bereits im Frühjahr 2011 könnte es in Salzburg oder im Großraum Wien so weit sein. „Österreich muss bei derartigen Foren stärker präsent sein“, sagt der Außenminister.

Davos. Das 40. World Economic Forum (WEF) ging am Sonntag in Davos, in den Schweizer Alpen zu Ende. Während das WEF 2009 wegen der kurz zuvor eskalierten Wirtschafts- und Finanzkrise als das „grimmigste Forum“ der Geschichte gilt, war das diesjährige Meeting, das US-Medien als ein Woodstock der Wirtschaftselite bezeichnen, vielleicht eines der grüblerischsten. Die traditionellen Proteste rund um das Forum sollen sich jedenfalls in Grenzen gehalten haben.

Nichtzuletzt deshalb, weil den Gegnern der Wind aus den Segeln genommen wurde. Ging es doch im Forum hauptsächlich darum, wie das in den vergangenen beiden Quartalen aufgekeimte Wachstum nachhaltig und für alle Menschen spürbar gestaltet werden kann. Und außerdem um Regeln für die Banken- und Finanzwelt.

Banken an der Wand

Denn – oh Wunder –, dass es Regeln für die Krisenverursacher brauche, darüber waren sich sogar die meisten anwesenden Banker einig. Offen bleibt freilich die Frage, wie diese Regeln gestaltet sein müssen. „Wir müssen selbst aktiv die nötigen Schritte zu einer Mässigung einleiten. Sonst darf sich niemand über staatliche Eingriffe wundern“, sagte Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, und Teilnehmer an einem der letzten Panels in Davos gegenüber Medien am Samstag. „Alle in unserer Branche müssen einsehen, dass die Gesellschaft gewisse Übertreibungen nicht mehr akzeptiert.“ Ackermann wiederholte seinen Vorschlag, einen von Banken und Staaten gemeinsam finanzierten europäischen Fonds einzurichten, mit dem ins Schlingern geratene Geldhäuser aufgefangen oder abgewickelt werden können. Regeln für Banken hin oder her: Klar sei auch, dass der Wirtschaftsaufschwung nicht durch eine Überregulierung abgebremst werden dürfe, meinten Delegationsteilnehmer von Banken, Zentralbanken und Regierungen.

Hinter verschlossenen Türen hatten am Freitagabend führende Bankenvertreter aus Europa und den USA über die Konsequenzen aus der Finanzkrise und die Regulierungspläne der Politik diskutiert. Eine einheitliche Linie der Spitzenmanager gab es nicht. Einige US-Häuser und Investmentbanken hätten zum gemeinsamen Kampf gegen eine stärkere Regulierung aufgerufen, heißt es.

Auslöser der Diskussionen war Barack Obamas Rede zur Lage der Nation am Donnerstag, in der er erneut zu einer strafferen Regulierung der Banken aufgerufen hat. Obama fehlte in Davos. Die Rolle des „politischen Moralapostels“ übernahm der französische Präsident Nicholas Sarkozy.

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1 Kommentar

Macht nur weiter so...

Die Reichen noch reicher, die Armen noch ärmer!!! Hier wird der Kapitalismus zum Exzess getrieben! Doch ohne Indianer wird es künftig auch keine Häuptlinge mehr geben!!! Mehr hierzu unter www.stock-macht-den-blog.de

Von Gast: Gast: Ulsto11 am 01.02.2010 um 07:21

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