Japan sieht sich nicht als "nächstes Griechenland"
Japan denkt seinerseits angesichts der hohen Schulden nun über ein Umschwenken auf die Ausgabe längerfristiger Anleihen nach.
Das hoch verschuldete Japan sieht sich nicht als "nächstes Griechenland". Die Probleme Japans seien mit Blick auf die Qualität der Schulden ganz andere, sagte der Chef des Schuldenmanagements für das Finanzministerium, Masaaki Kaizuka, am Mittwoch. "Daher ist es nicht logisch, zu denken, Japan könnte das nächste Griechenland werden." Das öffentliche Haushaltsloch beläuft sich in Japan auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, das griechische auf 120 Prozent.
Auslöser der europäischen Schuldenkrise waren die zunehmenden Refinanzierungsschwierigkeiten Griechenlands an den Finanzmärkten. Wegen der hohen Schulden musste das Land deutliche Risikoaufschläge an Anleger bezahlen, was die Zahlungsfähigkeit weiter in Gefahr zu bringen drohte. Mittlerweile wurde ein milliardenschweres EU-Rettungspaket aufgelegt.
Japan denkt seinerseits angesichts der hohen Schulden nun über ein Umschwenken auf die Ausgabe längerfristiger Anleihen nach. Es sei möglich, die durchschnittliche Laufzeit der Papiere von derzeit siebeneinhalb Jahren in diesem Fiskaljahr auf ein Maximum zu verlängern, sagte Kaizuka. Damit würden Refinanzierungsrisiken reduziert. Analysten rechnen damit, dass Japan allmählich mehr 30-und 40-jährige Papiere auflegen wird. An den Märkten hatten die Aussagen zunächst keine Auswirkung.
(APA/Reuters)
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