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Kuba: Kirche fordert Liberalisierung der Wirtschaft

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von RIA Novosti/hahn | 01.08.2010 | 09:36

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Kuba: Kirche fordert Liberalisierung der Wirtschaft

Die kubanischen Katholiken fordern mehr Möglichkeiten und die Aufhebung von Einschränkungen ein.

Bloomberg

Die Kubanische Katholische Kirche forderte von der Landesregierung, mit einer Liberalisierung in Wirtschaft und Politik zu beginnen.

Im Doppelheft für Juli/August der Zeitschrift des Erzbischofs „Palabra Nueva" (Neues Wort) wurde ein redaktioneller Artikel unter der Überschrift „Über Freiheit und Liberalisierung" veröffentlicht. Das Heft ist wenige Tage vor Beginn der für den 1. August geplanten kubanischen Parlamentssitzung erschienen.

Experten zufolge soll der kubanische Staatschef Raul Castro vor dem Parlament eine Rede halten, die die weitere Wirtschaftsentwicklung der „Freiheitsinsel" prägen soll.

Eigentlich sollte Raul Castro bereits am Revolutionstag, dem 26. Juli, in Santa Clara referieren. Doch zum ersten Mal seit mehreren Jahrzehnten ist der Staatschef zur Zeremonie nicht erschienen.

Die kubanischen Katholiken fordern mehr Möglichkeiten und die Aufhebung von Einschränkungen ein: „Wir, die Kubaner, treten für eine aktivere Entwicklung und für größere Möglichkeiten ein. Für eine vollkommene Entwicklung muss die Zahl der Einschränkungen individueller und kollektiver Freiheiten reduziert werden", steht es im Artikel, dessen Verfasser der Chefredakteur der Zeitschrift und Leiter des Pressedienstes beim Erzbischof von Havanna, Orlando Marquez, ist.

Dem Verfasser zufolge wird das Land dadurch viel gewinnen. „Wir, die Bürger, werden von überflüssiger Kontrolle befreit und die Möglichkeit bekommen, eigene Projekte zu entwickeln, die letztendlich der Gesellschaft von Nutzen sein werden; der Staat wird die unerträgliche Bürde im wirtschaftlichen, bürokratischen und ideologischen Bereich los; das Land wird harmonischer und freundlicher für alle sein", so Marquez.

Die Experten auf Kuba und im Ausland verweisen darauf, dass die Katholische Kirche auf Kuba in den letzten Monaten eine aktivere soziale Rolle spielt. So hat eben die Katholische Kirche auf Kuba bei der Befreiung von politischen Häftlingen vermittelt, die die kubanische Landesführung als ausländische Söldner oder Kriminelle eingestuft hatte. Am 7. Juli haben die kubanischen Behörden beschlossen, 52 oppositionelle Häftlinge freizulassen, die nun das Land verlassen durften.

 

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