von APA/Reuters | 07.02.2012 | 21:10
Finanzloch im EU-Haushalt: elf Milliarden €
EU-Finanzen. Die EU kommt mit dem Geld nicht aus, dass die Mitgliedstaaten offenbar abliefern. EU-Kommissar Lewandowski meint, die EU braucht zusätzliches Geld von den Mitgliedsstaaten.
EU-Kommissar Janusz Lewandowski wird von den EU-Staaten Nachzahlungen fordern
Berlin. Der Europäischen Union (EU) droht nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) ein Finanzloch in zweistelliger Milliardenhöhe.
Weil Ende vergangenen Jahres mehr Rechnungen für Strukturhilfen eingereicht worden seien als erwartet, müssten kurzfristig knapp elf Milliarden Euro zusätzlich aufgebracht werden, sagte Haushaltskommissar Janusz Lewandowski dem Blatt (Mittwochausgabe).
Verschiebung des Problems
Zwar könne er zunächst weitere Mittel der Mitgliedsstaaten anfordern, aber damit würde das Problem nur verschoben: "Wahrscheinlich wird es Ende des Jahres eine Lücke geben, für die ich um zusätzliche Finanzierung bitten muss", sagte Lewandowski.
Lewandowski machte die EU-Mitgliedsstaaten für das Problem verantwortlich. Diese hätten beschlossen, die Gesamtausgaben 2012 im Vergleich zu 2011 nur um 1,86 Prozent anzuheben - weniger als die Inflationsrate. "Ich habe früh davor gewarnt", sagte der Kommissar. Würden alle Subventionen ausgeschöpft, müssten die Zahlungen 2012 und 2013 deutlicher steigen.
1 Kommentar
Nur weiter so!
Irgendwann kann es keiner mehr bezahlen. Dann bricht der Völkerkerker zusammen. Daran wird auch die Banknotenpresse nichts ändern.
Von Gast: Gast: pest am 07.02.2012 um 23:40
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