Deutsche Bundesregierung weicht Rating-Maßstäbe auf
Rating. Die Bundesregierung will nach einem "Spiegel"-Bericht die Anlagevorschriften zur milliardenschweren Versorgungsrücklage für Beamtenpensionen aufweichen.
Sie wolle künftig auch solche Wertpapiere behalten, deren Bonität nicht mehr mit der Bestnote bewertet werde, berichtete das Magazin am Sonntag. Dies gehe aus einem Schreiben des Innenministeriums an den CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler hervor. Dabei gehe es vorrangig um vorhandene Wertpapiere, "deren Emittenten unter das vorgesehene Rating herabgestuft werden", heiße es in dem Schreiben von Staatssekretär Christoph Bergner.
Dem Bericht zufolge reagiert die Bundesregierung damit auf die schlechtere Bewertung Frankreichs und anderer Euro-Länder durch die Rating-Agentur Standard & Poors. Die etwa fünf Milliarden Euro große Versorgungsrücklage solle ab 2017 die Pensionszahlungen aus dem Bundeshaushalt ergänzen.
(Reuters/ekh)
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