Griechen-Banken sollen mit Stammaktien rekapitalisiert werden
Schuldenkrise. Die Stammaktien sollen dabei nur über ein begrenztes Stimmrecht verfügen, die Befürchtungen mögliche Privatinvestoren sollen damit gedämpft werden.
Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos kann noch keinen Durchbruch bei den Verhandlungen um das zweite Hilfspaket melden
Griechenland soll offenbar seine angeschlagenen Banken nach einem geplanten Bond-Tausch vor allem mit Stammaktien rekapitalisieren, die ein begrenztes Stimmrecht haben. Das verlautete am Samstagabend aus Bankenkreisen. Wegen notleidender Kredite und Verlusten aus dem freiwilligen Anleihen-Tauschprogramm müssen die Geldhäuser voraussichtlich saniert werden. Investoren hatten sich im Vorfeld beunruhigt gezeigt, dass die Finanzinstitute unter Staatskontrolle gestellt werden könnten, wenn dabei gewöhnliche Aktien mit vollem Stimmrecht zum Einsatz kämen.
Verhandlungen zu Hilfspaket „sehr schwierig"
Die Verhandlungen rund um das zweite Hilfspaket für Griechenland kommen indes nur schleppend voran. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos beschrieb eine Telefonkonferenz mit seinen Amtskollegen aus der Euro-Zone am Samstag als "sehr schwierig". Zwar habe man sich auf einen Plan zu Rekapitalisierung der griechischen Banken geeinigt. Es herrsche aber weiterhin Unstimmigkeiten über die Reform des Arbeitsmarkts und weitere Sparmaßnahmen. Bis Sonntagnacht müsse aber eine Einigung stehen.
(Reuters/ekh)
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