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Dialog-backdrop Letzter Rettungsanlauf für Athen auf tönernen FüßenAbwärtsrisiken. Ein umfassendes Hilfspaket inklusive Schuldenschnitt soll die Griechen wieder auf die Beine bringen. Einige Prognosen scheinen aber optimistisch, es drohen Abwärtsrisiken.
Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos, Premier Lucas Papademos und der deutsche Ressortchef Wolfgang Schäuble (v.li.) sind bester Laune: Das Rettungspaket steht - die unmittelbare Gefahr ist gebannt ZitiertOlli Rehn, EurokommissarIn dieser Nacht habe ich gelernt, dass Marathon wirklich ein griechisches Wort ist ZitiertEvangelos Venizelos, Finanzminister GriechenlandNun können wir die Wirtschaft des Landes wieder in die richtige Spur bringen ZitiertMario Monti, Premierminister ItalienEs ist ein wichtiges Ergebnis, das die unmittelbaren Gefahren einer Ansteckung bannt ZitiertWolfgang Schäuble, Deutscher FinanzministerWenn die Bedingungen nicht erfüllt sind, wird kein Cent aus dem Programm ausbezahlt Brüssel. Die Erleichterung war groß, als am frühen Dienstagmorgen endlich ein neues Rettungspaket für Griechenland inklusive eines Privatschuldenschnitts verkündet werden konnte. Um den griechischen Schuldenstand von heute 160 auf 120,5 Prozent des BIP im Jahr 2020 drücken zu können, schreiben die Banken noch mehr ab, und die Euroretter senken die Zinsen für die bereits laufenden Kredite. Die gelöste Stimmung in Brüssel, Berlin, Athen und anderswo könnte freilich rasch von drohenden Abwärtsrisiken getrübt werden. Nicht nur Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer befürchtet, dass Griechenland seine Schulden dennoch nicht tragen wird können. Auch ein interner Bericht der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF zeichnet plausible Szenarien des möglichen Scheiterns. Weil das niedriger und viel langfristiger ist als bei den aktuellen Papieren, beträgt der reale Verlust knapp 75 Prozent. Der Euroschirm EFSF versüßt den Banken den Schnitt mit ein - bis zweijährigen Anleihen über 30 Milliarden €, was einen raschen und sicheren Rückfluss von 15 Prozent der bisherigen Nominalwerte sicherstellen soll. Die EFSF übernimmt das zweite Hilfspaket. Das summiert sich daher auf 164,4 Milliarden €. Über das 30-Milliarden-Zuckerl hinaus sind davon 50 Milliarden € für die Rekapitalisierung griechischer Banken vorgesehen, welche den Schuldenschnitt ansonsten nicht überleben würden. mehr Wirtschaftspolitik…
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