Trichet hält Lohnerhöhungen in der Eurozone für Torheit
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet
EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat angesichts des wachsenden Inflationsdrucks in der Eurozone vor Lohnerhöhungen gewarnt. "Das wäre das Dümmste, was man machen könnte", sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am Sonntag dem französischen Radiosender Europe 1. Die EZB könne derzeit nichts gegen die steigenden Treibstoff- und Rohstoffpreise ausrichten. Die Währungshüter müssten jedoch alles unternehmen, um sogenannte Zeitrundeneffekte zu verhindern. Darunter versteht man weitere Preiserhöhungen als Folge vorangegangener Kostensteigerungen. Solche Wirkungen treten auf, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften auf die gestiegene Inflation reagieren und deswegen höhere Löhne vereinbaren.
In Deutschland hatten sich erst kürzlich Kanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle für kräftigere Gehaltserhöhungen 2011 nach den bescheidenen Zuwächsen in den vergangenen Jahren während der Rezession ausgesprochen. Die Inflation in der Eurozone beträgt derzeit 2,4 Prozent, womit sie über der EZB-Zielmarke von zwei Prozent liegt. EZB-Ratsmitglied Christian Noyer hatte beim G-20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs am Samstag in Paris nur begrenzte Lohnerhöhungen gefordert.
(APA/Reuters)
2 Kommentare
Trichet ...
... uns sowas schimpft sich Elite - Vollkoffer !
Der weiß ja überhauptt nicht, was es heisst mit permanenten, versteckten Steuerrerhöhungen (Progression,Freibeträge, Inflation) zu leben. Ständiger Sozialbabbau zu Gunsten einer kleinen Schicht wird immer salonfähiger !
Von Gast: Gast: banker am 21.02.2011 um 10:55
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Die Arbeitnehmer sollen für das Versagen der EZB bezahlen?
Das Versagen der EZB!
Bilanzsummenentwicklung EZB:
23.12.2010:1.926.154 Mio. Euro
25.12.2009: 1.852.463
19.12.2008: 2.021.484
21.12.2007: 1.472.961
22.12.2006: 1.142.321
23.12.2005: 1.019.749
31.12.2004: 884.233
26.12.2003: 835.157
27.12.2002: 832.558
28.12.2001: 814.662
29.12.2000: 834.065
31.12.1999: 803.192
Quelle: EZB
Geldmengenentwicklung M1 im Euroraum:
2009: 4.492 Mrd. Euro
2008: 3.980
2007: 3.831
2006: 3.687
2005: 3.422
2004: 2.906
2003: 2.678
2002: 2.442
2001: 2.222
2000: 2.026
1999: 1.923
M2 und M3 haben eine sehr ähnliche Entwicklung gehabt!
Quelle: Sachverständigenrat Wirtschaft
Die EZB Versager haben den Teuerungsdruck verursacht und wollen das eigene Versagen nun von den vielen Millionen Arbeitnehmern bezahlt bekommen. Diese Versager, samt den Versagern in den Euroländern, sind doch nur noch zum Kotzen.
Von Gast: Gast: ET am 21.02.2011 um 08:14
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