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Dialog-backdrop Sind Sie ein Loha, Dinky oder Woopie?Keine Ahnung? Ihnen ist das vielleicht egal, für Unternehmen wird die Unterscheidung der acht Verbrauchertypen jedoch immer wichtiger. Sie heissen "Lohas", "Dinkys" und "Woopies" - und sind eigentlich ganz normale Menschen. Die meisten von ihnen sind mittleren Alters, halten ihre Konten im deutlichen Plus und sind so für die Werbung die ideale Kundengruppe. Laut Thomas Peichl von der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung wurden Verbraucher früher nach ihren soziodemografischen Merkmalen wie dem Alter analysiert. Heute richte man sich hingegen nach der grundlegenden Wertordnung und den Interessen. "Der kleine Mann" oder "Otto Normalverbraucher" hat bei den Marktforschern schon lange ausgedient. Statt Alter, Herkunft oder Berufsausbildung bestimmen Moral und Werte das Kaufverhalten. "Die Welt wird bunter und die Biografien vielfältiger" sagt Peichl. Konsummuster würden heute weitaus mehr von der persönlichen Biografie geprägt: "Früher haben wir nach Schichten oder Alter analysiert. Heute sind in einer Gruppe verschiedene Altersklassen vertreten." Nach den konsumgeilen "Yuppies" sind nun die "Lohas" für die Werbefachleute massgeblich. Der Begriff steht für "Lifestyle of Health and Sustainability" und bezeichnet Bevölkerungsgruppen, die Wert auf Nachhaltigkeit, ihre Gesundheit und umweltfreundlichen Konsum legen. Doch obwohl sie im Biomarkt einkaufen, sind die "Lohas" keine "Ökos". Trendforscher Eike Wenzel vom Zukunftsinstitut: "Sie haben deshalb moralisch geprägte Konsum-Standards, weil sie sich damit besser fühlen. Aber anders als die ideologisch geprägten Umweltschützer der 80er wollen die "Lohas" ihren Lebensstandard beibehalten." Weit weniger werteorientiert, aber für die Marktforschung natürlich ebenso interessant, sind die "Dinkys" ("Double income no kids yet"): Paare mit doppeltem Einkommen und (noch) ohne Kinder. Auch hier werden gutverdienende Kunden mittleren Alters zusammengefasst, die besonders viel Kaufkraft versprechen. Die "Woopies" hingegen ("Well-off older people") sind zwar ebenfalls in der Lage, viel Geld auszugeben, gehen altersmässig aber schon auf die Pension zu. Die neu kreiierten, insgesamt acht, Verbrauchertypen sind auch in vielen Unternehmen längst angekommen. Bei BMW in München gibt es zwar kein übergreifendes Zielgruppensystem, die klassischen Variablen wie Alter, Geschlecht, Einkommen und Haushaltsgrösse aber haben laut BMW-Sprecherin Micaela Sandstede mangels Aussagekraft längst ausgedient. Auch der weltweit zweitgrößte Sportartikelproduzent adidas aus Herzogenaurach hat längst die Werte und Einstellungen der Konsumenten im Blick. So soll eine Kollektion des Modedesigners Yohji Yamamoto vor allem "in das Bewusstsein kosmopolitischer Konsumenten" gerückt werden. mehr Time Out… |
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