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Dialog-backdrop "Geht lieber fischen!"Warum der isländische Premier die Bevölkerung seines Landes zum Angeln schickt und Island bald einen finanzkräftigen eBayer glücklich machen könnte. Links zum ThemaIslands Premierminister Geir Haarde wirft die Rute aus. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nach der Bankenkatastrophe in Island empfiehlt der Staatsvater seinen Mitbürgern, fischen zu gehen, wie er kürzlich in einem Interview sagte. "Wir sind einfach ein zu kleines Land, um solch ein großes Bankensystem zu erhalten", äußerte sich Haarde resigniert. Hinter dem auf den ersten Blick plump erscheinenden Rat an die Bevölkerung versteckt sich allerdings der Aufruf, sich auf die anderen Stärken des Landes zu konzentrieren. "Wir verfügen über fantastische Ressourcen und eine Fülle an grüner Energie. Diese werden wir jetzt, zusammen mit den anderen Ressourcen die wir haben - den Ozean und das menschliche Kapital - nutzen", so Haarde. Tatsächlich ist Islands Export von maritimen Produkten ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Allein im August 2008 machte laut Angaben von Statistik Island der Export von Fisch ein Drittel des Gesamtexportvolumens aus. Die am häufigsten gefangenen Fische sind Dorsch und Schellfisch. Der größte Abnehmer ist Großbritannien. Im vergangenen Jahr gingen Fischexporte von mehr als 400 Millionen US-Dollar dorthin. Allerdings nahm die Performance des Fischereigeschäfts in den vergangenen Jahren stetig ab. Der Anteil des Fischereigeschäfts am isländische BIP fiel 2007 auf sieben Prozent. Ein Jahrzehnt davor lag dieser noch bei 12 Prozent. Daher kommt der Rat des Premiers vielleicht im Moment nicht ungelegen. Dumm nur, dass sich Island im Zusammenhang mit der Bankenkrise nun just mit den Briten im Disput über die Schuldfrage befindet (wirtschaftsblatt.at berichtete). Eine Einwohnerin aus Rejkjavik hat allerdings schon die Lösung parat. "Wir können uns von der Natur ernähren, weil es ja nicht so viele von uns gibt. Außerdem haben wir Heizung, klares Wasser und Fisch", sagte Kristinn Johannson, 50, als sie vor einer Filiale der Kaupthing Bank, einem von dem Crash besonders schwer getroffenen Geldhaus, zur aktuellen Situation befragt wurde zum Nachrichtenportal "Bloomberg". "Uns wird es gut gehen. Was wir angeln, können wir essen", fügte sie hinzu. Na dann: Petri heil! Island bereits auf ebay zu kaufen In Großbritannien erlaubt man sich derweil einen Scherz mit dem Inselstaat. Auf ebay.co.uk wird Island bereits zum Verkauf angeboten. Das aktuelle Gebot liegt bei zehn Millionen Pfund (umgerechnet rund 12,5 Millionen €). Der Verkäufer macht allerdings darauf aufmerksam, dass Grönland und die isländische Sängerin Björk in dem Angebot nicht inkludiert sind. Interessant sind auch die Userkommentare dazu. Beispiel gefällig? Frage: "Könnten sie mir mitteilen ob meine Mutter noch dort ist? Sie reiste letzte Woche nach Island und ist noch nicht zurück". Antwort des Verkäufers: "Alle Mütter werden entfernt, bevor das Objekt verkauft wird". In diesem Sinne: Viel Spaß beim Bieten!
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Nicht Nathan, sondern Geir, der Weise...
Wer einem Menschen einmal helfen will, der schenkt ihm einen Fisch.
Wer einem Menschen immer helfen will, der lehrt ihn fischen.
(Jüdisches Sprichwort)
Von Gast: Gast: ökono-mist am 15.10.2008 um 02:32
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