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Dialog-backdrop So teuer ist der Wiener Opernball 2012Großereignis. Ein Abend auf dem Ball der Bälle geht ordentlich ins Geld. Neben Eintrittskarten und Abendgarderobe kostet vor allem die Verpflegung. vergrößernGrafik
Zumindest für die Ballorganisatoren rund um Desiree Treichl-Stürgkh wird sich das Spektakel mit einem kolportierten Reingewinn in der Höhe von rund 1,1 Millionen Euro auch heuer wieder auszahlen.
Der Countdown läuft. Am Donnerstag, dem 16. Februar 2011, wird die Wiener Staatsoper einmal mehr zum glamourösesten Ballsaal der Welt. Trotz Sparpaket und Eurokrise lockt das traditionsträchtige Spektakel auch heuer wieder mehr als 4000 Besucher an. Eintrittspreise von 250 Euro schrecken die Promis aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft freilich nicht ab. Was man dafür erhält? Einen Stehplatz in der Menge und eine Damen- bzw. Herrenspende. Für die männlichen Ballbesucher gibt es ein Buch über das Ballett der Staatsoper. Die Damen erhalten einen Clutch von Triumph, in dem ein Gutschein über 30 Euro der Dessous-Marke versteckt ist. Von der Firma Berndorf gibts darüber hinaus noch einen zuckersüßen Sisi-Löffel.
18.500 für eine Loge Wer am Opernball dem allgemeinen Gedränge entfliehen möchte, muss noch ein paar Scheine drauflegen: So kommt eine Bühnen- oder Rangloge beispielsweise auf 18.500 Euro, eine Bühnen-Einzelloge auf 10.200 Euro. Am teuersten sind die Proszeniumlogen im Parterre, für die 36.000 Euro verlangt werden. Aber es gibt auch etwas günstigere Alternativen. So sind etwa für einen Tisch mit 6 Sitzplätzen 1080 Euro, mit 4 Plätzen 720 Euro zu bezahlen. Billiger zu einem Sessel kommt man im abgelegenen 6. Stock: Dort kostet ein "Tischanteil" für zwei Personen lediglich 180 Euro. Für Sparfüchse gibt es die Möglichkeit für 20 Euro(Sitzplatz) bzw. 15 Euro (Stehplatz) immerhin bei der Generalprobe live dabei zu sein.
Kleidervorschriften und edle Tropfen Auch um die Kleidervorschriften zu erfüllen, muss man tief in die Tasche greifen. Ein langes Abendkleid inklusive eleganter Stola, Abendhandschuhe, stilvollem Schmuck und einer Abendhandtasche gehört für die Damen zum guten Ton. Bei den Herren gilt Frackzwang (Verleihpreis rund 250 Euro inklusive anschließender Reinigung). Zu späterer Stunde darf selbstverständlich eine Stärkung nicht fehlen. Geizen dürfen die Ballgäste auch in punkto Kulinarik nicht: Der Preis für eine Flasche Champagner lag im vergangenem Jahr bei 295 Euro. Für Paar Würsteln musste man 9,50 Euro auf den Tisch legen. Verköstigt werden die Besucher übrigens auch heuer wieder von der Firma Gerstner. Beim Opernball 2010 wurden etwa 1.500 Gläser Sekt sowie 400 Gläser und 330 Flaschen Champagner verkauft. Zusätzlich wurden 1.330 Flaschen und 370 Gläser Bier und 2.000 Flaschen Mineralwasser getrunken. Verspeist wurden je rund 1.200 Würstel und Sandwiches, 215 Austern sowie 700 Stück Konfekt und Petits Fours.
Mediales Großereignis Zur Kasse gebeten werden auch TV-Journalisten. Allein die Akkreditierung für den Opernballl kostet pro Fernsehsender 4500 Euro. Darüber hinaus beklagte der Privatsender ATV im vergangenen Jahr, für jede Extra-Sendeminute 850 Euro an den ORF - der die Rechte am Ball hält - abführen zu müssen. Der ORF ist mit rund 19 Kameras - darunter Funk-, mehrere Schwenkkopf-, Minikameras, stationäre Kameras und ein Kamerakran vis-à-vis der Staatsoper - präsent. Seit 1980 ist die Live-Übertragung fixer Bestandteil im ORF-Programm. Und das Engagement zahlt sich aus: Der Wiener Opernball war mit 1,5 Millionen Zuschauern die zweitmeist gesehene Sendung des Jahres 2011. Bessere Quoten hatte nur die "Zeit im Bild" am 13. März, wo über die Havarie im Atomkraftwerk Fukushima berichtet wurde. mehr Time Out… |
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