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Gastkommentar: Der Weg zur Nachhaltigkeit ist in der IT-Industrie steinig

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von Gerhard Holzer | 06.05.2008 | 22:34

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Gastkommentar: Der Weg zur Nachhaltigkeit ist in der IT-Industrie steinig

In der heutigen wissensbasierten Wirtschaft ist eine nachhaltige IT-Branche unerlässlich für Produktivität, Wachstum und Innovation.

Die Zahlen sprechen für gute Aussichten der österreichischen IT-Industrie. Laut einer Studie ist die Branche in den vergangenen zwei Jahren um 11,4 Prozent gewachsen. Das Export volumen nahm um 14 Prozent zu und erreichte das Doppelte des Umsatzes in Österreich. Russland, Polen, Rumänien und die Tschechische Republik gelten als die für österreichische Unternehmen attraktivsten Märkte in Mittel- und Osteuropa. Aber mittelfristig ist das gegenwärtige Wachstum nicht haltbar. Zum einen wird eine Sättigung der IT-Märkte in Mittel- und Osteuropa schon für das nächste Jahr erwartet. Noch wichtiger ist jedoch, dass nachhaltiges Wachstum nur durch Innovationen erreicht werden kann, die neue Absatzmärkte schaffen. Es ist daher beunruhigend, dass die Systemintegration und nicht die Entwicklung neuer Software den Hauptanteil österreichischer Exporte ausmacht. Zudem sind viele IT-Entwicklungsabteilungen von Österreich nach Bulgarien und Rumänien verlegt worden, um von niedrigeren Lohnkosten zu profitieren.

Hindernisse. Wir alle wissen, dass man Billigkonkurrenz mit besseren und neueren Produkten bekämpft, also mit Produktinnovationen. Doch einfallsreiche Unternehmen haben in Österreich mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen. Ständige Fortbildung ist bei der Entwicklung von Innovationen von entscheidender Bedeutung. In den Bundesländern ist der Zugang zu Schulungsveranstaltungen über die neuesten Technologien schwierig und kostspielig. Das hat Konsequenzen: Das Know-how in den meisten IT-Unternehmen ist nur schwer auf dem letzten Stand zu halten. Ein zweites Problem, das das Wachstum innovativer Unternehmen hemmt, ist die (fehlende) Finanzierung. Risikokapital, das den Erfolg von Silicon Valley ermög lichte, muss sich erst etablieren.

Ist für die österreichische IT-Branche bereits alles verloren? Nicht ganz. Es gibt einige Software-Entwickler in Österreich, die das Geschäft mit der Innovation nicht aufgegeben haben. Es sind kleine Unternehmen, die das nachhaltige Wachstum schaffen, das aus kontinuierlicher Produktinnovation resultiert und ihnen gegenüber der Billig-Konkurrenz Vor teile verschafft. Diese Firmen brauchen Unterstützung, um sich durchzusetzen; sie müssen trotz geografischer Barrieren mit denen in Verbindung treten, die ihnen wichtige Kenntnisse vermitteln können. Online-Netzwerke wie das seit März in Österreich aktive "Innovators Network" können dabei eine große Hilfe sein.

 

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