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Gastkommentar: Kopenhagen wird Geschichte schreiben - welche ist die Frage

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von Jurrien Westerhof / Klimaexperte bei Greenpeace | 07.12.2009 | 16:09

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Gastkommentar: Kopenhagen wird Geschichte schreiben - welche ist die Frage

Einer der führenden Klimawissenschaftler, Stephan Rahmstorf, hat vor kurzem in Wien einen Vortrag gehalten. Fazit: Es bleibt nur noch wenig Zeit, um zu verhindern, dass der Klimawandel außer Kontrolle gerät.

Schaffen wir es nicht bald, die CO2-Emissionen zurückzuschrauben und machen noch zehn Jahre weiter wie bisher,  wird es zu spät sein.

Die Erdatmosphäre hält nur eine beschränkte zusätzliche Menge Treibhausgase aus, ohne das fragile Gleichgewicht zwischen Erdtemperatur und Atmosphäre ins Wanken zu bringen. Das hat nicht viel mit Umweltideologie zu tun, sondern dabei handelt es sich um staubtrockene Physik.

Politik schläft. Das Zynische daran: hätte die Politik vor 20 Jahren auf die Wissenschaft gehört, und durchgesetzt, dass die Treibhausgasemissionen allmählich verringert werden, dann hätten wir die notwendige Wende locker geschafft. Das Gegenteil ist aber passiert: die Emissionen haben in den letzten Jahren, aller Warnungen zum Trotz, stark zugenommen. Und Ende 2009, stehen wir mit den CO2-Emissionen knapp vor der Toleranzgrenze der Atmosphäre.

Hoffentlich gelingt die Wende noch. Falls aber nicht, falls das globale Klima umkippt, welche Geschichte werden Europas Historiker  schreiben? Sie werden sich sicher fragen, wieso entscheidende 20 Jahre lang die Interessen der Erdöl- oder Autolobby wichtiger waren als die Interessen der Allgemeinheit. Und sie werden sich wundern, wie es passieren konnte, dass viele Jahrgänge von Politikern zwar von den Problemen und ihren Lösungen  wussten, aber tatenlos zusahen. Denn hiervon reden wir: eine halbe Generation, die es für die späteren Generationen verdorben hat.

Wirtschaftliche Chancen. Dabei bietet eine tatkräftige Klimapolitik für die Wirtschaft viele Chancen. Denn eine Umstellung braucht es vor dem Hintergrund des bevorstehenden Versiegens der Erdölquellen in den kommenden Jahrzehnten auf jeden Fall. Und die Unternehmen, die jetzt die Chancen ergreifen, sitzen bei der Erschließung von neuen Absatzmöglichkeiten in der ersten Reihe.
Der Widerstand der „Old Economy“ ist aber groß. Das erkennt man auch daran, dass die Wirtschaftsverbände bei der Klimakonferenz in Kopenhagen zu den größten Lobbyinggruppen zählen.

Kopenhagen als Erfolg. Es bleibt zu hoffen, dass es noch vor Weihnachten ein erfolgreiches Kopenhagen-Abkommen gibt, das klare und verbindliche Zielen für die Verringerung der CO2-Emissionen enthält. Denn es wäre allzu zynisch, wenn wir bald alles daran setzen, um den Klimawandel zu stoppen – nur 20 Jahre zu spät.

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2 Kommentare

Geschäfte

Unter dem Deckmäntelchen der drohenden Klimakatastrophe lassen sich vortrefflich Geschäfte machen. Die größten CO2 Verursacher kaufen CO2-Zertifikate anstatt den CO2-Ausstoß zu vermindern. Auch die Atomlobby feiert fröhlich ihre Auferstehung - obwohl der Hauptproblem (Endlagerung) absolut nicht gelöst ist. Und nehmen wir uns doch selbst einmal bei der Nase. Wer von uns will schon auf sein Auto verzichten oder auf den Flug in den Urlaub. Den CO2 Ausstoß, den die Politiker verursachen indem sie nach Kopenhagen fliegen könnten wir uns auch ersparen. Herauskommmen wird dort nichts.

Von Gast: Gast: saubriegl hubert am 11.12.2009 um 16:15

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Klimaschwindel

Das ist reine Propoganda, es gibt kein klimakatastrophe!
http://www.youtube.com/watch?v=AphLJBYDVsQ

Von Gast: Gast: anti hd-ready am 07.12.2009 um 17:44

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