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Gastkommentar: Alumni-Netzwerke fördern die individuelle Karriere

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von Silke Eisenreich | 24.01.2010 | 12:38

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Gastkommentar: Alumni-Netzwerke fördern die individuelle Karriere

Nur einem aktiven Mitglied fördert ein Netzwerkkontakt die Laufbahn oder eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten.

Beigestellt

Silke Eisenreich, Beraterin Egon Zehnder International

Was international – vor allem im angelsächsisch geprägten Raum – eine bewährte Tradition ist, hat in Österreich vergleichsweise  Neuigkeitswert: Innerhalb der vergangenen Jahre entstanden einige Alumni-Netzwerke unterschiedlichster Prägung. Gemeinsam ist den Mitgliedern eines Alumni-Netzwerkes neben der gemein­samen Ausbildungs- oder Berufsvergangenheit das Interesse, eine gemeinsame Kommunikationsplattform schaffen zu wollen.

Notwendige Transparenz.

Mittelfristig zielen vor allem die Alumni-Aktivitäten der Universitäten darauf ab, den Ruf ihrer Hochschule zu pflegen, Nachwuchswissenschafter zu gewinnen oder auch Mentoring-Partner und Praktika zu vermitteln. Für Teilnehmer und Sponsoren des Netzwerks sollte dabei stets klar erkennbar sein, welche Anreize sie durch die aktive Teilnahme erlangen können und welche Beiträge sie dafür leisten müssen – oder welche von ihnen erwartet werden.

Die Sinnhaftigkeit und letztendlich auch die „Produktivität“ von solchen Netzwerken für Berufstätige ist dort gegeben, wo genügend andere Teilnehmer über diese Plattform erreichbar werden  – und so ein signifikanter Mehrwert entsteht.
Positive Effekte für das Individuum – aber auch das gesamte Netzwerk – ergeben sich, wenn die Verankerung der gemeinsamen Historie genutzt wird, um praktische Perspektiven zu schaffen: Etwa den fachlichen Austausch über die jeweiligen Trends und Entwicklungen, ein möglicher Kontakt zu relevanten Entscheidungsträgern einer Branche oder eine offene Diskussion über berufliche Herausforderungen.

Aktive Mitglieder erwünscht.

Getreu dem Motto „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ gilt dabei, dass ein Alumni-Netzwerk vom Input seiner einzelnen Mitglieder lebt. Aus beruflicher Sicht können diese Netzwerke also nur für jene interessant sein, die bereit sind, selbst Zeit und Ideen zu investieren.

Nur einem aktiven Mitglied fördert ein Netzwerkkontakt die individuelle Karriere oder eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten.

Das Engagement seiner Mitglieder und eine anspruchsvolle Definition der Inhalte prägen somit ein starkes Alumni-Netzwerk und sind außerdem die ­Voraussetzung für dessen nachhaltigen Erfolg. Wie im Berufsleben zählt auch für den individuellen Nutzen innerhalb ­eines Netzwerkes, dass Geben mehr denn ­Nehmen ist.

* Silke Eisenreich ist Beraterin beim Headhunter Egon Zehnder International in Wien

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1 Kommentar

Art des Netwerks

Hallo Frau Eisenreich,

sehen Sie die Umsetzung eher on oder off site, beobachten oder raten Sie eher zu Eigenentwicklungen (walled garden mit den Vor- und Nachteilen) oder zur Nutzung großer Netzwerke wie xing im deutschsprachigen Raum oder LinkedIn auf internationaler Ebene? würden Sie im zweiten Fall die zusätzliche Nutzung wissenschaflticher Netzwerke anstreben oder den Austausch im "Hauptnetzwerk" anstoßen?

Viele Grüße aus Aachen,
Ralph Delzepich

Von Gast: Gast: Ralph Delzepich am 27.01.2010 um 14:50

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