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Eurokrise: Warum noch länger warten?

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von CNN Business Anchorman Richard Quest | 28.01.2012 | 09:26

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Eurokrise: Warum noch länger warten?

CNN Business Anchor Richard Quest: Was um alles in der Welt haben die führenden Köpfe Europas im Laufe der letzten drei Jahre getan?

CNN

Richard Quest

Die Wirtschaftssendung Quest Means Business ist montags bis freitags um 20 Uhr auf CNN International zu sehen. Marketplace Europe mit Richard Quest läuft jeden Donnerstag um 20.45 Uhr auf CNN International. Weitere Informationen zum WEF finden Sie unter www.cnn.com/davos.

Davos. Wenn man den europäischen Führungskräften in Davos zuhört könnte man meinen, die Krise in der Eurozone sei gerade erst deutlich geworden und man müsse dafür nun möglichst schnell Lösungen finden. Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister David Cameron, Olli Rehn, der EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung - und so ziemlich jede Führungsperson in Davos - sagen nun, dass schnelles Handeln entscheidend sei, dass es Zeit sei die Probleme der Eurozone endlich zu lösen. Man vergebe mir, aber was um alles in der Welt haben diese führenden Köpfe Europas im Laufe der letzten drei Jahre getan und versprochen?

Es ist schon merkwürdig, dass man - nun da wir ein neues Jahr begonnen haben - glaubt, es sei 2012 der richtige Zeitpunkt, um endlich die nötigen Entscheidungen zu treffen und Veränderungen vorzunehmen. Ähnliches wurde in Davos schon 2011 besprochen. So ist es gut nachvollziehbar, wenn wir nun skeptisch sind, ob die Verantwortlichen jetzt die Willenskraft und die Fähigkeiten aufbringen, die Dinge in Ordnung zu bringen.

Der Rest der Welt ist wütend auf die Europäer und lässt sie das nun auch unmissverständlich wissen. Kanadas Finanzminister ist frustriert. Juan Somavia von der Internationale Arbeitsorganisation ist wütend. Viviane Reding von der Europäischen Kommission ist auch der Meinung, dass der Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist. Jamie Dimon von JP Morgan Chase, Bob Diamond von Barclays... und so weiter und so fort. Jeder ist davon überzeugt, dass es Zeit ist, etwas zu tun.

Was also hindert sie daran? Nun, die übliche Rhetorik von 27 eigenständigen Regierungen, verschiedenste Interessen und eine ganze Menge heißer Luft. An der Ausgangslage hat sich seit dem letzten Jahr nichts geändert, bis auf die Tatsache, dass die Unruhe Europas die schlimme Situation noch verschlechtert hat. Wir müssen uns wohl mit kleinen Fortschritten zufrieden geben. Immerhin erkennen die Entscheider mittlerweile an, dass es Zeit ist. Bevor ich aber Geld auf ihren Erfolg setze, will ich sie handeln sehen.

 

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1 Kommentar

Es ist schon merkwürdig ...

Heisst das nicht "merkelwürdig"?

Von Gast: Gast: Naivling am 28.01.2012 um 09:59

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