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Dialog-backdrop Gastkommentar: Der Klimaschutz in Österreich ist weg vom SchussFranz Roland Jany. In Sachen Klimaschutz muss sich in Österreich viel ändern, fordert Franz Roland Jany Was haben der Klimaschutz und die Herrenabfahrt von Kitzbühel gemeinsam? Nicht viel, denn während wir im Skisport zumindest am Stockerl stehen, sind wir im Klimaschutz ein Kandidat für die letzten Plätze. Bei der österreichischen Klimaschutzpolitik gelten andere Maßstäbe, und da sind "wir" leider gänzlich von der Strecke abgekommen: Österreich liegt 2011 mit 15,8 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß über dem Ziel. Das ist nicht nur peinlich, das ist unverantwortlich und teuer! Bemühungen. Die Klimaschutzbemühungen der letzten Jahre sehen wir derzeit in Form von Dunstwolken am Horizont verschwinden oder sie enden in sinnlosen Klimazertifikatszukäufen aus dem Ausland, um über die nicht erreichten Ziele hinwegzutäuschen. Das österreichische Programm für den Zukauf von CO2-Zertifikaten musste in der Vergangenheit immer wieder aufgestockt werden. Berechnungen zufolge steigen die CO2-Emissionen weiter an: Für 2012 wird Österreich um 30 Millionen Tonnen am Klimaschutzziel vorbeischießen. Eine teure Zielverfehlung, die Österreich geschätzt rund eine Milliarde € an Zertifikatszukäufen kosten wird. Das ist viel (Steuer-)Geld, das mit Sicherheit in heimischen Klimaschutzprojekten besser aufgehoben wäre. Als das Emissionshandelssystem der EU eingeführt wurde, verfolgte man damit zwei Ziele: Erstens sollten über den CO2-Preis in der Industrie und der E-Wirtschaft Anreize gesetzt werden, fossile Energie einzusparen, zweitens sollten über die Einnahmen, die den öffentlichen Haushalten zufließen, Klimaschutzmaßnahmen finanziert werden. Und deshalb sollten wir uns, anstatt nur mit dem Finger auf andere "Klimasünder" zu zeigen, selbst am Riemen reißen und zur Tat schreiten. Die Schuldigen sind rasch enttarnt: Wir Österreicher sollten unabhängig von internationalen Entwicklungen unsere CO2-Emissionen einschränken. Anzusetzen gilt es hier vor allem in den Bereichen Industrie, Verkehr und Raumwärme. Wobei man die Industrie als teils selbst aktiver Teilnehmer am Emissionshandel ausklammern kann. Das heißt, hier gilt wenigstens das Verursacherprinzip: Der Schuldige zahlt selbst. Der Bereich Verkehr gestaltet sich seit vielen Jahren komplex -der Individual-und Schwerverkehr nimmt stetig zu und weder Biosprit noch der Umstieg auf Elektromobilität zeichnen sich als ernsthafte Lösungen für die nächsten Jahre ab. Beim Biosprit ist in puncto CO 2-Bilanz und Umweltfreundlichkeit ohnehin Skepsis angebracht - ganz abgesehen von ethischen Bedenken (Stichwort "Brot in den Tank"). Und eine wirklich steuernde Ökosteuer scheint auch nicht auf der aktuellen politischen Agenda auf. Denkansätze. Bleibt noch der Bereich Raumwärme: Auch hier spielen viele Faktoren zusammen, die in der öffentlichen Diskussion aber gern vermischt werden. So ist öfters die Rede von Heizkesseltausch oder dem Einsatz erneuerbarer Energien. Das ist im Grunde auch sehr begrüßenswert, nur kommen diese Maßnahmen nicht zur vollen Entfaltung, wenn nicht vorher die Gebäudehülle selbst auf Vordermann gebracht wurde. Niedrigstenergiestandards bei Neubauten und thermische Sanierung des bestehenden Gebäudebestandes bilden somit das Fundament, um den CO2-Ausstoß im Gebäudebereich wirksam eindämmen zu können. Beim Klimaschutz selbst müssen wir rasch und effizient vorgehen und endlich unseren Energieverbrauch nachhaltig senken. Nur mit einem gut abgestimmten Maßnahmenmix können wir beim Klimaschutz etwas weiterbringen - damit Österreich auch einmal bei etwas anderem (und Wichtigerem) als bei Wintersportarten einen Erfolg verbuchen kann. mehr Gastkommentare…
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UmfrageDie Krise in Griechenland schreckt Urlauber ab. Gegenüber dem Vorjahr sind die Buchungen bereits um 30 Prozent zurückgegangen. Würden Sie Ihren Sommerurlaub in Griechenland verbringen?Gastkommentare: Meistgelesen
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