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Dialog-backdrop Gemeinwohl statt ProfitgierFriedrich Stickler. Die Liberalisierung des Glücksspiels würde den Spielerschutz und Förderungen gefährden. Sie locken mit bunten Websites und tollen Gewinnversprechen, auch in Österreich: Hunderte Online-Casinos und sonstige Internet-Glücksspielanbieter - manche mehr, die meisten weniger seriös, vor allem, was die Auszahlung von Gewinnen betrifft. Allen gemeinsam ist, dass sie rechtlich zumindest in einem Graubereich agieren. Denn sie offerieren ihr Angebot - ohne entsprechende nationale Lizenzen - aus Gibraltar, Malta oder der Karibik. Aus Steueroasen also, und das aus gutem Grund: Sie verfolgen ausschließlich kommerzielle Interessen, ihr oberstes Ziel lautet Gewinnmaximierung, ohne dabei gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Solidarität und Integrität. Die Praktiken dieser sogenannten Offshore-Anbieter unterscheiden sich damit grundlegend vom klassischen Lotteriemodell, wie es die "European Lotteries" vertreten. Dieser Dachorganisation gehören Glücksspielunternehmen aus 43 europäischen Ländern, darunter aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten, an. Sie alle bekennen sich zu den Prinzipien der Solidarität und Integrität, zum Spielerschutz, zu einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Geschäftstätigkeit und damit auch zum Aufbringen von Geldmitteln für wichtige gesellschafts-und sozialpolitische Anliegen. Sie gehen damit auch mit den Erkenntnissen und Prinzipien des EuGH und aller anderen europäischen Institutionen konform. Die in den 27 EU-Staaten beheimateten Lotterieanbieter erzielen einen Umsatz von mehr als 70 Milliarden €. Sie tragen mit jährlich über 20 Milliarden € zu den Staatsbudgets sowie zur Finanzierung zahlreicher sozialer, humanitärer, kultureller und sportlicher Projekte bei. Allein die Sportförderung beträgt zwei Milliarden € pro Jahr, Spaniens Lotterie Once bringt fast eine Milliarde € für Blinde auf, und hierzulande zählen die Österreichischen Lotterien mit einer Abgabenleistung von mehr als 400 Millionen € zu den größten Steuerzahlern des Landes und bringen zusätzlich noch mehrere Millionen € für Sponsoring im Interesse der Allgemeinheit auf. Dieses europäische System der staatlichen oder staatlich lizenzierten Lotteriegesellschaften hat den jeweiligen Ländern und ihren Menschen über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte viel Gutes gebracht: den verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel und des Erwirtschaftens namhafter Mittel für die Allgemeinheit. Spielerschutz. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Gastkommentare…
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3 Kommentare
Alles eine Farce
Wenn ich so etwas schon höre wird mir schlecht. Die staatlichen Wettanbieter haben einen Quotenschlüssel von 125 und höher auf 3 Wege und dann auch noch 3er Kombipflicht. Es ist also so gut wie unmöglich dort dauerhaft Geld zu gewinnen. Da kann ich das Geld ja gleich versaufen oder den Gulli runter schmeißen! Bei privaten Anbietern à la Bwin, Betathome & Co hat man deutlich bessere Chancen Geld zu gewinnen. Und es soll mir bitte niemand sagen, dass diese großen Wettanbieter nicht seriös sind. Dort hat noch jeder sein Geld bekommen. Die sitzen halt in Gibraltar wegen Steuervorteilen - ganz klar. Dadurch können sie auch das Wettangebot besser gestalten. Siehe zB jetzt in Italien und Frankreich. Auf bwin.com gibt es 1,90 - 1,90 für einen 2-Weg - auf .fr nur noch 1,70 - 1,70. Ja das sind die lieben Steuern und wir Kunden müssen das bezahlen! Private Anbieter lizenzieren und vernünftig besteuern - das ist die einzige Lösung!! Aber unsere Politiker sind zu blöd! Oder zu alt für Internet!
Von Gast: Gast: QuotenJäger am 24.02.2012 um 00:10
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Kein Unterschied
Für mich macht es keinen Unterschied, ob die Offshore-Anbieter sich in Steueroasen befinden oder die "offiziellen" Lotterien ihre Schäfchen dorthin bringen.... Auch die Lotterien verfolgen ausschließlich kommerzielle Interessen (das bisserl gesellschafts-und sozialpolitische Anliegen ist ja nur augenauswischerei...)
Von Gast: Gast: Steueroase am 23.02.2012 um 10:17
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Sie lesen eine bezahlte Anzeige ?
Also bezahlen die so angepriesenen Lottogesellschaften bei 70 Milliarden Umsatz nicht einmal 30% Steuer für diese Glücksspiele ?
Ein interessantes Eingeständnis!
Da kann man sich sehr viel Reklame, PR und "Öffentlichkeitsarbeit" leisten.
Dann sind die 13 Seiten "Responsible Gaming" Gutachten, aus dem Internet zusammengestoppelt für € 300.000.-, an welche Parteiorganisation war das noch?, doch nur Peanuts gewesen.
Von Gast: Gast: Unglaublich! am 22.02.2012 um 13:14
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