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Dialog-backdrop Wie berufliche Qualifizierung für Frauen aussehen sollManuela Vollmann. Nachhaltige berufliche Qualifizierung ist besonders für Frauen wichtig. Wie Lernkonzepte ausehen müssen, damit Frauen wieder sinnvoll ins Berufsleben zurückkehren können. Alle Jahre wieder wird an neuen Bildungskonzepten gefeilt und darüber diskutiert, wie alles besser und nachhaltiger werden kann. Ich verfolge diesen Diskurs, der sich leider fast ausschließlich auf die Erstausbildungen bezieht, seit über 20 Jahren. Nun erlaube ich mir, das neue Jahr zum Anlass zu nehmen, um meine Erkenntnisse und Wünsche mit speziellem Fokus auf den Bereich Erwachsenenbildung einzubringen. Individualität. Nachhaltige berufliche Qualifizierung ist mehr als nur die Aneignung von formalem Fachwissen. Lernkonzepte müssen individuelle Lernerfahrungen berücksichtigen und neue Lernzugänge für Frauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, eröffnen. Qualifizierungen sollten meiner Meinung nach stets ressourcen- und nicht defizitorientiert erfolgen. Ich verstehe Bildung als einzigartigen Prozess, welcher nicht nur von der/dem Anbieter/in, sondern zu großen Teilen von den Lernenden in Eigenaktivität „entwickelt" wird. Die Lernenden stehen im Mittelpunkt. Lernen erfolgt über die gesamte Lebensdauer, und dies muss auch durch Weiterbildung gefördert werden. Informell erworbene Qualifikationen und Kompetenzen sind miteinzubeziehen. Sinn macht außerdem, Qualifizierungen gemeinsam mit Arbeitgeber/innen zu organisieren, um so arbeitsmarktnahe, realitätsbezogene Weiterbildungsinhalte anbieten zu können. Neuorientierung. Laut Statistik entscheiden sich mehr als die Hälfte der österreichischen Mädchen für nur vier Berufszweige: Einzelhandel, Friseurin und Perückenmacherin, Bürokauffrau und Lehrberufe in der Gastronomie. Die Folge ist, dass sich die Suche nach einem Arbeitsplatz auf wenige berufliche Profile konzentriert und die Jobsuche dadurch erschwert wird. Der niedrige Frauenanteil in z.B. handwerklich-technischen Ausbildungen wird nach wie vor auf fehlendes Interesse und auf die vermeintlich mangelnde Begabung der Mädchen und Frauen zurückgeführt. Oft fehlt aber nur der Einblick in technische Berufe. Technische Bereiche, die „erlebbar" sind, finden große Beachtung bei Frauen und Mädchen. Auch der Zugang zu IT-Berufen, der noch sehr stark von restriktivem Rollendenken geprägt ist, muss durch Weiterbildung für Frauen eröffnet werden. Jahreswunsch. Teilnehmer/innen-zentrierte Lernmethoden, individuell auf die Zielgruppe abgestimmte Angebote, bewusster Umgang mit Homogenität und Diversität in Gruppen, Praxisbezug und Empowerment sollen die Qualität von Bildungsangeboten bestimmen - dies ist mein Wunsch für das Jahr! mehr Gastkommentare…
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UmfrageDie Krise in Griechenland schreckt Urlauber ab. Gegenüber dem Vorjahr sind die Buchungen bereits um 30 Prozent zurückgegangen. Würden Sie Ihren Sommerurlaub in Griechenland verbringen?Gastkommentare: Meistgelesen
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