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Beobachtet: In den Banken fließt jetzt wieder der Honig

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von Jochen Hahn | 22.06.2009 | 16:27

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Beobachtet: In den Banken fließt jetzt wieder der Honig

Es war nicht schwer zu prognostizieren, dass das Comeback der Boni nicht lange auf sich warten wird lassen.

WB/Peroutka

Was macht ein Banker in Zeiten der Finanzkrise? Er macht sich keine Sorgen.

Für Ewald Nowotny, Gouverneur der OeNB, dürfte das nicht gelten. Immerhin hat er erst vor einigen Wochen die unverschämt hohen Manager­boni und Gehälter in Banken für alle Zeiten in die Geschichte verbannt. Eine neue Art der Bescheidenheit halte laut Nowotny ob der Finanz- und Wirtschaftskrise Einzug  in die Vorstandsetagen.

Tja, es war nicht schwer zu prognostizieren, dass das Comeback der Boni nicht lange auf sich warten wird lassen. Dass es aber so schnell geht, überrascht sogar einen unerschütterlichen Realisten wie mich.

Immerhin wartet auf die Angestellten von Goldman Sachs das größte Bonusprogramm in der 140-jährigen Firmengeschichte. Denn Goldman-CEO Lloyd Blankfein hat vergangene Woche die zehn Milliarden US-Dollar schweren Ausleihungen an Staatskapital zurückbezahlt. Damit ist der Weg frei für neuerliche Boni-Millionen und Dividenden.
Laut Meldungen der Bank dürften der derzeitige Anleiheboom und die hohen Zinsmargen zum profitabelsten Geschäftsjahr aller Zeiten führen und den Angestellten einen wahren Geldregen bescheren.

Ungerechtfertigt.

Gerechtfertigt sind die neuerlichen Boni-Exzesse jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil, denn der ­momentane „Goldrausch“ im Anleihe-Geschäft ist eine Folge der Finanzkrise und die wurde von genau jenen ausgelöst, die nun wieder ihre Hand aufhalten.

Immerhin sind es die Banken, die ihren Kunden nur noch ungern und wenn mit hohen Zinsaufschlägen Kredite gewähren. Da auch die Möglichkeit, über die Börse Eigenkapital aufzustellen, verstellt ist, sind Konzerne gezwungen, auf dem Anleihemarkt an Fremdkapital zu gelangen, um ihren Liquiditätsengpass zu beheben. Die sich durch Bankenhilfspakete zusätzlich verschuldeten Staaten überschwemmen den Markt ebenso mit frischen Anleihen. Nutznießer sind jene Institute, die überlebt haben und nun quasi das Dienstleistungsmonopol für Anleihenemissionen innehaben. Aufgrund des nicht mehr vorhandenen Wettbewerbs fließen Honorare in astronomischen Höhen.

Damit wird neuerlich deutlich, dass die Krisenverlierer durch die öffentlichen Maßnahmen zu den einzigen Gewinnern aufgestiegen sind. Die Wirtschaft darbt und leidet – und in den Banken fließt der Honig.

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2 Kommentare

jaja

war ja auch nicht anders zu erwarten!!
hergehalten für das überleben der banken hat der steuerzahler.
was hat er jetzt davon?
gar nichts - sieht sich wahrscheinlich bald wieder konfrontiert mit gebührenerhöhungen.

Von Gast: Gast: Ich am 22.06.2009 um 17:29

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Re: Aber die Banken

Sind wichtig den auch Parteien benötigen Spenden und günstige Vorfinanzierungen der Wahlkämpfe

Von Gast: Gast: solo am 24.06.2009 um 07:01

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