von Günter Fritz | 20.01.2010 | 17:20
Beobachtet: Wahlkampf-Aktionismus in der Kammer
Seit Wochen schon machen die Fraktionen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen auf ihre Positionen aufmerksam.
Die bevorstehenden österreichweiten Wahlen in der Wirtschaftkammer Ende Februar werfen ihre Schatten voraus – und die sind lang. Zwar hat WKÖ-Präsident Christoph Leitl noch Ende des Vorjahres angekündigt, einen kurzen und kostengünstigen Wahlkampf führen zu wollen, die Realität sieht wie immer etwas anders aus.
Seit Wochen schon machen die Fraktionen mit einer Vielzahl von Veranstaltungen auf ihre Positionen aufmerksam. Ob sich die Kosten dafür im Rahmen bewegen, bleibt dahingestellt. Immerhin befinden sich die Kammerwahlen, bei denen der ÖVP-Wirtschaftsbund seine dominante Stellung verteidigen will, erst am Anfang der heißen Phase.
Österreich-Tour.
Wirtschaftsbund-Spitzenkandidat Leitl etwa wirft sich mit all seinem Gewicht in den Wahlkampf und absolviert an 24 Tagen Tourneen durchs ganze Land. Wiens Kammerchefin Brigitte Jank wiederum begab sich gestern Abend im Wettstreit mit Sozialdemokrat Christoph Matznetter, Grünen und RFW in die Schlacht um „schwule, lesbische, bisexuelle und transgender UnternehmerInnen als umworbene Wählergruppe“. Das ist zwar ein gesellschaftspolitisch richtiges Anliegen, sieht aber
dennoch stark nach Aktionismus aus. Und richtig spannend – und teuer – wird die Politshow wohl dann, wenn die Strache-FPÖ mit ihrer eigenen neuen Wiener Gegenliste zum RFW in den Ring steigt.
1 Kommentar
Wer kennt sinnvolle Vorschläge von einer politischen Wirtschaftsgruppe?
Ich nicht.
Sprechen wir doch einmal über Zwangsmitgliedschaft!!!
Von Gast: Gast: KMU am 22.01.2010 um 08:44
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