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Dialog-backdrop Bilanz der Woche: Faymann ist eben nicht ObamaKanzler Werner Faymann hat offenbar Pech. Da meldet er sich mit einem wirtschaftspolitischen Aufreger zu Wort, und schon scheint sein Vorschlag in die Hose zu gehen. Kanzler Werner Faymann hat offenbar erneut Pech. Da meldet er sich einmal mit einem wirtschaftspolitischen Aufreger zu Wort, und schon scheint sein Vorschlag in die Hose zu gehen. Eine populistische Sondersteuer für Österreichs Banken, die dem Fiskus jährlich 500 Millionen € brächte, hört sich zwar nicht schlecht an, ist jedoch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Die Idee hat er von Doch im Gegensatz zu den USA, wo eine solche Maßnahme durchaus Chancen auf Realisierung hat, sieht es in Österreich anders aus: Zum einen wird es die EU wohl nicht schaffen, diesbezüglich eine einstimmige Entscheidung zu treffen. Und zum anderen dürfte es angesichts der beträchtlichen Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer solchen Bankensteuer auch zu keinem Alleingang Österreichs kommen. Faymanns Versuch, die heimischen Geldinstitute gleich nach dem pompösen Rettungspaket – an dem der Staat übrigens prächtig verdient – zur Kasse bitten zu wollen, wird allerdings noch monatelang für rege Diskussionen sorgen. Die Banken-Bosse reagieren darob höchst empört und fahren mit schweren Geschützen auf: Falls die Regierung dem Wirtschaftsstandort Österreich unbedingt schaden wolle, würden sie eben ihr Ostgeschäft von Wien abziehen. Weiters könnte sich eine derartige Bestrafungsaktion auf die Kreditvergabe an Unternehmen negativ auswirken, meinen Experten. Schließlich – das ist der Ober-Gag – lassen manche Banker bereits unverhohlen anklingen, dass die diskutierte Solidarabgabe – 0,07 Prozent der Bilanzsumme – letztendlich von ihren Kunden berappt werden müssten. Womit die Faymann-Idee für viele derzeitige Sympathisanten automatisch massiv an Charme einbüßt. Der Regierung wird es also nicht erspart bleiben, weiterhin nachzudenken, welche Konsequenzen aus der Finanzkrise zu ziehen sind – und wer letztlich die leeren Kassen entlasten muss. Schade nur, dass die EU-weit schon ewig diskutierte internationale Finanztransaktionssteuer, die auf die Spekulanten abzielt, nicht und nicht Gestalt annimmt. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Kommentare…
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6 Kommentare
der staat verdient
find ich echt toll, was uns "unsere" HGAA an reichtum einbringen wird...
die angebliche abwälzung der abgabe auf die kunden sehe ich nicht. mein konto ist gratis.
Von Gast: Gast: snui am 22.01.2010 um 10:12
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Faymann muss selber denken
Offenbar sagt ihm Häupl nicht mehr was er tun muss,
jetzt schaut er bei anderen ab.
Von Gast: Gast: Strolchi am 22.01.2010 um 08:36
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Finanztransaktionssteuer
ist aber auch nicht das Gelbe vom Ei.
Von Gast: Gast: Hans am 21.01.2010 um 20:04
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Re: Warum nicht?
Jede Warenbewegung ist mit der Ust versehen, warum soll das bei Finanztransaktionen nicht funktionieren?
Von Gast: Gast: J.P. am 23.01.2010 um 13:48
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Re: Re: deshalb
Ust zahlt im Endeffekt nur der Konsument. Bei Finanztransaktionen gibt es keine Konsumenten. Genau genommen müssten Überweisungen am Sparbuch/Girokonto auch als Finanztransaktionen gelten, und für die dabei überwiesenen Beträge zahlt man auch keine Ust.
Nicht jede Transaktion ist die Inkarnation des absolut Bösen, die mit einer Transaktionssteuer behindert werden sollte. Wenn mit Rohstoffen & Lebensmitteln spekuliert wird, und sich dadurch deren Preise für die Endverbraucher erhöhen, so ist das schliesslich nicht das Gleiche wie wenn jemand Aktien einer Firma kauft, die mit dem Geld eine neue Fabrik baut.
Ausserdem kassiert der Staat auch jetzt schon bei den Transaktionsgebühren mit, und bei der Kest & Spekulationssteuer. Wenn die Transaktionssteuer wie gewünscht die Transaktionen verringert, dann würde der Staat klarerweise bei diesen bisherigen Steuern weniger einnehmen.
Von Gast: Gast: Herr Vorragend am 28.01.2010 um 16:02
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Re: Re: denken
wie unterscheidet man zwischen bösem (währungs)spekulanten und jemandem der die währung zur absicherung eines grundgeschäftes handelt?
Von Gast: Gast: denken am 25.01.2010 um 08:01
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