von Hans Weitmayr | 03.02.2010 | 16:35
Angemerkt: Hobbys auf Kosten anderer
Eine Gruppe silberpanthriger Manager will nicht zum alten Eisen gehören und gründet ein bundesweit erfolgreiches Consulter-Netzwerk.
Es klingt zunächst fast ein bisschen wild-
sozialromantisch. Eine Gruppe silberpanthriger Manager will nicht zum alten Eisen gehören und gründet ein bundesweit erfolgreiches Consulter-Netzwerk. Die Mitglieder dieser Agentur bieten ihre Dienste zum Selbstkostenpreis an. Das können und müssen sie, weil sie Pension beziehen. Arbeit als Hobby also.
So weit, so gut. Nur was ist mit ihrer Konkurrenz? Also mit der 40-jährigen Consulterin, Alleinerzieherin zweier Kinder, mit einer Hypothek auf das Haus und einer zweiten auf das Auto? Sie und alle anderen, die in der Mitte ihres Lebens stehen, arbeiten nicht zum Spaß, sondern ums nackte Überleben.
Doch nicht genug, dass sie durch die Hobby-Silberconsulter unter wettbewerbsverzerrenden Druck geraten, finanzieren sie diese auch noch, indem sie fleißig in die Pensionskassen zahlen – eigentlich bizarr.
1 Kommentar
Ich AGs
Die gleiche Situation hat man in DE. Der Staat drängt Arbeitslose in die Selbstständigkeit und zahlt denen ein Gehalt. Das keiner von denen Kalkulieren kann und an die Zeit danach denkt liegt wohl auf der Hand. Aber wenn sie auch nur ein 1 Jahr aktiv sind mit Dumpingpreisen reicht das um ordentlich Schaden anzurichten, weil ja ständig nachschub kommt, von Leuten die nicht von ihrer Tätigkeit leben müssen.
Von Gast: Gast: Obergscheit am 05.02.2010 um 08:56
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