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Dialog-backdrop Leitartikel: Die Affäre um die Steuer-CDs zeigt eine verkehrte WeltIn der Liechtenstein-Affäre wurden Daten von 150 österreichischen Steuersündern weitergegeben. Dass Österreich jetzt auf die Schweiz zeigt, ist amüsant. Zugegeben: In Deutschland ist es nicht der erste Sündenfall. Schon 2007 bewegte sich die Regierung auf dünnem Eis, als sie sich auf den Kauf einer CD mit Steuerdaten von Anlegern einließ, die es vorzogen, ihr Geld steuerschonend in Liechtenstein anzulegen. In Folge wurde unter anderem Ex-Postchef Klaus Zumwinkel den Boulevard rauf und runter gejagt und manch anderer Steuersünder geortet. Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt und muss geahndet werden. Die deutsche Regierung nimmt nun wieder Geld in die Hand, um Steuerhinterziehern auf die Spur zu kommen: Mit einem Einsatz von 2,5 Millionen € will sie versteckte Steuergelder von mehr als 100 Millionen € eintreiben. Das zeigt die Unfähigkeit eines Rechtsstaates, mit seinem eigenen Rechtsverständnis umzugehen. Hier wird Unrecht mit Unrecht vergolten. Und Kanzlerin Angela Merkel wird der Hehlerei bezichtigt. Laut Paragraf 168 des österreichischen Strafgesetzbuches gilt übrigens: Wer eine Sache mit etwas mehr als 50.000 € „verhehlt“, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Aber das kann unserem Kanzler und seinem Vize ohnehin nicht passieren, weil wir auf deutsche Amtshilfe pochen und strafrechtlich kein Problem in der Verwendung der Daten sehen. Es ist ein wenig wie damals: In der Liechtenstein-Affäre wurden Daten von 150 österreichischen Steuersündern weitergegeben. Dass Österreich jetzt auf die Schweiz zeigt, ist amüsant. Anstatt selber Transparenz zu üben und das Bankgeheimnis aufzugeben, lachen wir uns ins Fäustchen, da die „bösen“ Schweizer Anleger steuerschonend anlocken und nun bloßgestellt werden. Schon vergessen? Bis vor Kurzem stand auch Österreich auf der grauen Liste der OECD-Steuertransparenz-Muffel. Dementsprechend wird Österreich gerne in einem Atemzug mit Steueroasen wie Liechtenstein und der Schweiz genannt. Noch eine Erinnerungshilfe gefällig? Schätzungsweise 70 Milliarden € liegen auf österreichischen Bankkonten, die von deutschen Steuerzahlern stammen. Ob die alle ordnungsgemäß versteuert werden? Oder fließen die Gelder vielleicht gerade, weil viele Deutsche ihr Geld in Österreich besser vor dem eigenen Fiskus verstecken können? Einziges Fazit: Austrocknung der Steueroasen und Transparenz müssen her – weltweit. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Kommentare…
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7 Kommentare
Ganz lustiger Artikel...
... aber diesem Thema mit "Recht" beizukommen ist schon ein bißchen naiv (und auch lächerlich). Natürlich ist es ärgerlich, dass auch in diesem Bereich die Abgabenbehörden "arbeiten lassen"... und nicht selbst Erhebungsschritte setzen. Aber nach eigenen Aussagen scheitern sie ja vielfach an genau jenen Rechtsordnungen, die diese Erhebungschritte unterbinden. Es muss daher über das enge System "Recht" hinweggeblickt und dieses als bloßes Subsystem einer höheren Systemordnung begriffen werden. Naja - und dann läßt sich wieder ganz gut damit umgehen :-))
Von Gast: Gast: Steuerzahler am 08.02.2010 um 10:30
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Wikileaks.org
Bevor der Typ die CD verkauft sollte er auch noch einen exzellenten Wikipedia Artikel schreiben, "The German Tax Evasion CD of 2010" mit hübschen Links auf die Prominenz.
Und wer das Treiben von soziopathischen Gierhälsen unterbinden möchte und effektiv für Transparenz arbeiten will kann das auf wikileaks.org in einem professionellen Umfeld tun.
Da das Internet bereits erfunden ist, sollten wir es auch auf maximal kreative Weise nutzen.
Von Gast: Gast: nur ein Gast am 05.02.2010 um 10:47
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Re: wir schr
Von Gast: Gast: nur ein Gast am 09.02.2010 um 17:05
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Re: Mit Mistgabeln und Fackeln zur Transparenz
Personenbezogene Daten von Gesetzesbrechern im Internet veröffentlich, ist natürlich eine maximal kreative Idee. Der Mob auf der Strasse will schließlich unterhalten werden. RTL könnte dann vielleicht auch eine Reality-Show daraus machen.
Von Gast: Gast: V am 09.02.2010 um 16:55
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Unrecht mit Unrecht vergelten...
ist in dieser Angelegenheit schon eine verquere Sichtweise. Man muß sich nur vor Augen halten, wer sind jene die "Recht" vorgeben, sind diese nicht zum Großteil mit jenen ident die sich auf dieses "Recht", dass sie sich selber geschaffen haben, auch berufen um von diesem "Recht" zu profitieren? Es hat in der Vergangenheit das "Recht" der ersten Nacht für den "Landesfürsten" gegeben, sich dem zu widersetzen war "Rechtsbruch" und wurde mit aller Härte des "Gesetzes" verfolgt und geahndet. Heute gibt es dieses "Recht" nicht mehr. Warum nicht mehr, weil es couragierte Menschen gegeben hat die dagegen ankämpften und "gottseidank" auch "Recht" bekommen haben. So sehe ich es auch in dieser Angelegnheit. Hier muß mit aller Konsequenz gegen diese verquere "Rechtsansicht" angekämpft werden!!! Egal ob es Gelder sind die in Österreich, in der Schweiz oder sonstwo liegen....Ihr letzter Absatz bestätigt nur meine Sichtweise. Haben wir (einige wenige) Vorteile schreien wir am lautesten von "Recht"!
Von Gast: Gast: immergutdrauf am 05.02.2010 um 08:13
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Steueroase
Wem die wohl dienen diese Steueroasen ?
Ich denke da nur an diesen Meischberger, Hochegger, Gra??er Clan.
Das dort hin verschobene Geld dient doch auch der Parteienfinanzierung.
Hören wir nicht regelmäßig vor jedem Wahlkampf, dass mindestens das doppelte bis 3fache der angegebenen Gelder in den Wahlkampf gepumpt werden- und das von allen PArteien !!!!
Das stammt sicher nicht aus freiwilligen Spenden von Strick- und Häckelclubs, sondern ist Geld, das über Umwege , auch über Steueroasen nach ÖSterreich zurückkommt.
Warum sitzt den dieser Graf Mennsdorf in England im Gefängnis ???
Dankt mal an Schreiber, Eurofighter, ---- Schü??el,
Denkt an die HYPO Kärnten - an Haider und Co
Denkt an die BWAG und an den ÖGB - SPÖ - CLan
Denkt an Siemens - und die deutsche Parteienlandschaft
usw. usw. ......
wer nachdenkt - dem wird schlecht !!!
Von Gast: Gast: Robin am 04.02.2010 um 21:05
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Fazit:
Eine Bewässerung der Steuerwüsten und Abschaffung der Enteignung durch korrupte und unfähige Regierungen müssen her - weltweit
Von Gast: Gast: pest am 04.02.2010 um 17:12
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