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Dialog-backdrop Beobachtet: Notnägel statt Lösungen in der EnergiepolitikOleg Deripaska präsentiert sich überraschend als glühender Anhänger der Atomkraft, die großen Versorger setzen auf die Kohlenstoffabscheidung um ihre heutigen und künftigen Kraftwerkparks weiter betreiben zu können. Beide Ansätze greifen aber möglicherweise zu kurz. Nicht schlecht gestaunt haben einige Leser des "Wall Street Journal" als sich Oleg Deripaska im Anschluss an das Weltwirtschafts Forum in Davos in einem Kommentar zu Wochenbeginn als unerschrockener Verfechter der Atomenergie geoutet hat. Er setzt dabei auf kleinere AKW einerseits und einen "Uran-Bank" bei der Internationalen Atomenergie-Behörde in Wien andererseits. Unbeantwortet lässt er allerdings Sicherheitsaspekte ebenso wie das Endlagerproblem. Von der Tatsache, dass Uran ein durchaus endlicher Rohstoff, Plutonium weiterhin sehr ungesund ist und man damit auch noch Bomben bauen kann, einmal ganz abgesehen. Dies macht die Technologie auch politisch wohl nicht attraktiver und langfristig höchstens zu einer so genannten Brückentechnologie bis alternative Energiequellen die Stromerzeugung weitgehend übernehmen. Wind verbläst alle Neben Wasserkraft sind die windbegünstigten Standorte etwa rund um die Nordsee drauf und dran einigen klassische Energiequellen auch in punkto Betriebswirtschaftlichkeit den Rang abzulaufen. Ein Trend, der auch strategisch Sinn macht. Es ist nicht davon auszugehen, dass fossile Energiequellen, vom Klimagedanken ganz abgesehen, in den kommenden Jahren günstiger werden. Auch die Strompreise für die Abnehmer werden nach Meinung von Experten nicht zurückgehen. Parallel dazu werden mit jedem Jahr die Gestehungskosten von Strom aus alternativen Quellen durch den technischen Fortschritt günstiger werden. Auch wenn Strom aus Photovoltaik in unseren Breiten nicht bis zum Jahr 2015 konkurrenzfähig wird, wie das Optimisten wissen wollen, ab 2020 wird sich das Blatt wohl wenden. mehr Kommentare…
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