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Dialog-backdrop Beobachtet: Innen hui und außen pfuiWenn man erst einmal etwas hat, das man nicht wieder los wird, gewöhnt man sich auch daran. So auch bei der Transparenzdatenbank. Was durften wir uns im Vorfeld nicht alles anhören: Das Transferkonto sei Blödsinn, tönte es aus der SPÖ, kein Mensch wisse, wer das Ding wozu brauche. Und überhaupt: Das Ganze bringe keinerlei Ersparnis für irgendjemanden. Doch dann kam die Regierungsklausur und mit ihr eine Einigung mit dem Koalitionspartner ÖVP: Dieser bekam das von ihm gewünschte Transferkonto (das sofort in Transparenzdatenbank umgetauft wurde) und die Sozialdemokraten dürfen sich dafür die Einführung der Mindestsicherung auf ihre Fahnen heften. Alle waren glücklich. Und wie es nun einmal so ist: Wenn man erst einmal etwas hat, das man nicht wieder los wird, gewöhnt man sich auch daran. Meist recht langsam. Oder – im Fall von Politikern – auch ein bisschen schneller. Eine gute Sache, keine Frage. Waren die beiden Politiker in den vergangenen Monaten mit ihrer Forderung nach Transparenz bei den Gehältern, um die Differenz bei den Entgelten zwischen Mann und Frau aufzudecken, doch ausnahmslos auf taube Ohren gestossen. Die – von ihrer Partei ursprünglich vehement abgelehnte – Transparenzdatenbank macht diesen Vergleich nun möglich. Zwei, drei Jahre werde man sich das Ganze in Ruhe ansehen, sagt Heinisch-Hosek, dann kämen aber Sanktionen auf Transparenz-Sünder zu. Es zeigt sich einmal mehr, dass es – und ganz besonders in der Politik – nicht sinnvoll ist, Ideen anderer von vorneherein abzulehnen. Und vielleicht hat die ÖVP mit der Mindestsicherung ja bald ein ähnliches Aha-Erlebnis. Was die Transparenzdatenbank betrifft, scheint es notwendig geworden zu sein, das alte Sprichwort ausnahmsweise umzudrehen. Also: Innen hui und außen pfui. mehr Kommentare…
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