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Beobachtet: Warum die EU und der Währungsfonds nicht die Jung frau Maria sind

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von Eva Konzett | 19.01.2012 | 00:33

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Beobachtet: Warum die EU und der Währungsfonds nicht die Jung frau Maria sind

Eva Konzett An Machtfülle übertroffen wird Viktor Orban nur von der Jungfrau Maria.

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Eva Konzett

Gerne wird Ungarn gegenwärtig als Viktor-Orban-Land bezeichnet, um die enorme Machtfülle des Premiers und seiner Regierung zu beschreiben - mit einer Zweidrittelmehrheit lässt es sich offensichtlich bequem regieren. Wie bequem, zeigt die Tatsache, dass sich dem kontroversen Gesetzespaket (das u. a. die Unabhängigkeit der Notenbank - zumindest nach Brüsseler Lesart -beschneiden soll, den Datenschutz aufweicht und die Nachbesetzung von Richtern politisiert) nur die EU-Kommission entgegenstellt. In den drei Punkten hat die Kommission ein beschleunigtes Vertragsverletzungsverfahren gegen Budapest eingeleitet. Der linke Haken der Opposition zuhause kann nur schmalbrüstig ins Leere stoßen.

Regnum Marium. An Machtfülle übertroffen wird Orban nur von der Jungfrau Maria - seit dem 11. Jahrhundert ist das Land Regnum Marium, ein marianisches Königreich. Und die Gottesmutter hat dies ihrem Land nicht vergessen, half sie doch mit einer Erscheinung in der Matthiaskirche 600 Jahre später, die Muslime aus Buda zu vertreiben.

Zerstörung. Es kann nur spekuliert werden, ob der Premierminister vor seinem gestrigen Gang vor das Europaparlament wiederum den Himmel angerufen hat - und was seine Bitten waren. Eine nochmalige Vertreibung von IWF und EU aus dem Land jedenfalls dürfte Ungarn finanziell in die Schicksalsnähe der erwähnten Matthiaskirche rücken: Nachdem Maria 1686 erschienen war, wurde die Stadt noch am selben Tag befreit - die Kirche jedoch im Zuge der Kämpfe vollständig zerstört.

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