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Dialog-backdrop Leitartikel: Harte Landung für AUA-Chef AlbrechtGünter Fritz. Die Gewerkschaft bringt sich gegen die Sparpläne der neuen Führung in Stellung. Wien. Heute Vormittag treten am Wiener Flughafen führende Gewerkschafter wie Wolfgang Katzian und Karl Proyer auf, um auf einer Betriebsversammlung mit den Säbeln zu rasseln und dem neuen Chef der Airline, Jaan Albrecht, zu zeigen, wie in Österreich Realpolitik gemacht wird. Der von der Star Alliance kommende Luftfahrtmanager mit deutsch-mexikanischer Doppelstaatsbürgerschaft und österreichischen Großeltern ist seit etwas mehr als 70 Tagen Austrian-CEO und mit den hierzulande üblichen Usancen offenbar nicht so vertraut. Er hat nämlich etwas gewagt, was in der Alpenrepublik nicht wirklich üblich ist: Er ist mit klaren Ansagen zur Lage der AUA an die Öffentlichkeit gegangen und hat gesagt, was Sache ist. Albrecht hat gleichzeitig aufgezeigt, wo die Probleme der nach wie vor in den tiefroten Zahlen fliegenden Airline liegen und welche Gegenrezepte wirken würden. Eines davon ist die Änderung der gelinde gesagt etwas verzwickten Kollektivvertragssituation bei der AUA. Drei verschiedene Verträge Dort existieren nämlich drei unterschiedliche KV, die sich betriebswirtschaftlich negativ auswirken und neben anderen Faktoren die überfällige Sanierung der Airline zusätzlich erschweren. Sie sorgen dafür, dass es im Konzern unterschiedliche Gehalts-und Pensionsregelungen gibt, Piloten weniger lang fliegen als der Mitbewerb und die Personalkosten trotz des Abbaus von 1500 Mitarbeitern binnen zwei Jahren 2012 wieder dort sind, wo sie 2009 waren. Dass Albrecht nun mit der Ankündigung einer KV-Änderung an die Öffentlichkeit gegangen ist, ohne diese im Vorfeld mit der Gewerkschaftsspitze zu besprechen, wird ihm offenbar nun übel genommen. Die Personalvertretung hat sich dieser Tage geweigert, den neuen KV-Entwurf persönlich entgegenzunehmen und erklärt, es gebe nichts zu verhandeln. Eines ist jedoch klar: Wenn sich eine Seite nicht bewegt, droht die AUA an die Wand zu fliegen. Bis Ende Februar muss Albrecht dem Aufsichtsrat über neu eingeleitete Sanierungsschritte berichten, was angesichts der sich zunehmend festfahrenden Positionen schwierig sein dürfte. Dass er sich zudem von der sich in Budgetnöten befindenden Regierung kein Entgegenkommen bei Steuern und Gebühren erwarten darf, macht die Lage nicht einfacher. Der erfahrene Airlinemanager Albrecht dürfte sich seine Landung in Wien wohl bedeutend sanfter vorgestellt haben.
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3 Kommentare
Personalkosten
Die Personalkosten der AUA sind nur ein (sehr) geringer Teil der Ausgabenseite. In Summe kann man mit diesen Einsparungen kaum große Sprünge machen. Für die Öffentlichkeit klingt es nur initiativ.
Von Gast: Gast: Gast am 22.01.2012 um 22:17
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Gast
Das ewige Gejammere von "weniger lang fliegen als bei der Konkurrenz" kann ich -als Betroffener- nicht mehr hören. Einer schwindelt es vor und alle plappern es nach ohne einnmal nachzuprüfen ob das überhaupt stimmt. Das Einzige was zählt sind die Kosten pro Flugstunde und da muss sich die AUA-Belegschaft wahrlich nicht verstecken.
Von Gast: Gast: Gast am 21.01.2012 um 13:18
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Zensur
Schau an, es werden die unerwuenschten Kommentare entfernt......
Von Gast: Gast: Sklave am 21.01.2012 um 00:10
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