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Spar-Spagat hart an der Belastungsgrenze

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von Sissi Eigruber | 13.02.2012 | 02:51

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Spar-Spagat hart an der Belastungsgrenze

Sissi Eigruber. Armut und soziale Unruhen schaden der Wirtschaftsentwicklung.

WB/Peroutka

Und wieder wird demonstriert. Ein Bild, das uns von Griechenland bereits vertraut ist, sorgt nun aus einem anderen EU-Peripherieland für Aufregung:  In Portugal hat die Gewerkschaft die Bevölkerung zu einer Massendemonstration gegen die Sparmaßnahmen mobilisiert.

Im Zentrum der Forderungen der CGTP, der größten Gewerkschaft des Landes, steht eine Erhöhung des Mindestlohns von derzeit rund 432 € netto monatlich. Ein Betrag, der nicht nur für österreichische Verhältnisse extrem niedrig erscheint, der aber verdeutlicht, wie eng der Gürtel in manchen hochverschuldeten Ländern bereits geschnallt wurde.

Dass die überbordenden Haushaltsverschuldungen eingedämmt werden müssen, daran wagt wohl niemand mehr zu zweifeln - welche sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen die Sparpakete in Zeiten der Rezession mit sich bringen werden, dazu möchte sich allerdings noch kaum jemand in Details verlieren. So werden in Griechenland allein schon die Verhandlungen um die Sparmaßnahmen von heftigen Protesten begleitet. Sollten sie umgesetzt werden - wozu in Griechenland aber offenbar die Strukturen fehlen - kann man sich ausrechnen, dass dies den Zorn der Betroffenen nochmals anfachen wird.

Nun liegen diese Länder in der sogenannten EU-Peripherie und sind nicht die unbedingt die wichtigsten Wirtschaftspartner Österreichs, doch es gibt in unserem unmittelbaren Umfeld zwei Länder, in denen harte Sparmaßnahmen dringend notwendig sind und mit denen wir eine enge wirtschaftliche Verflechtung haben: Italien und Ungarn.

Führen Sparmaßnahmen zu umfangreichen Demonstrationen, Arbeitsniederlegung, Konsumrückgang, sozialen Unruhen und nicht zuletzt zu einer Verschärfung der Rezession - spätestens dann können uns die Sparpakete anderer Länder nicht egal sein. Dem sozialen Aspekt muss also trotz aller Sparanstrengungen dringend Bedeutung beigemessen werden, denn wachsende Armut und die Gefahr sozialer Unruhen sind für die wirtschaftliche Entwicklung und auch für die Bewertungen der Ratingagenturen alles andere als förderlich, wie uns unser Nachbarland Ungarn erst kürzlich deutlich vor Augen geführt hat.

Österreich, das mit seiner Staatsverschuldung unter dem EU-Durchschnitt liegt und das EU-weit die niedrigste Arbeitslosenquote hat, ist da vergleichsweise wirklich noch in einer guten Position. Am härtesten trifft das österreichische Sparpaket wohl die Pensionisten und mit der Einschränkung der Gruppenbesteuerung wird auch den Unternehmen das Leben noch etwas schwerer gemacht.

 

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2 Kommentare

Die Wahrheit zu Österreich!

Abgabenquoten 2011:
Quelle: CIA World Fact Book

1) Österreich:.....48,0%
2) Italien:..........46,3%
3) Deutschland:..43,6%
4) Griechenland:.39,9%
5) Tschechien:....39,6%
6) Slowakei:.......35,8%
7) Schweiz:........33,3%

Österreich schlägt in diesem Vergleich schon alle!

Staatsausgabenquote 2011:
1) Österreich:...51,6%
2) Italien:.........50,0%
3) Griechenland:.49,5%
4) Deutschland:..45,2%
5) Tschechien:....44,0%
6) Slowakei:......40,7%
7) Schweiz:.......32,6%

Österreich bei der Staatsausgabenquote sehr hoch. Einsparungspotenzial zur Schweiz bei 19% des BIP, also ca. 57 Mrd. Euro. Zu Deutschland auch noch ca. 19 Mrd. Euro!

Staatsausgaben pro Einwohner in USD 2011:
1) Schweiz:........28.380.- (überbew. SFR?)
2) Österreich:.....26.713.-
3) Deutschland:..20.166.-
4) Italien:..........18.389.-
5) Griechenland:.14.359.-
6) Tschechien:.....9.522.-
7) Slowakei:........7.219.-

Von Gast: Gast: ET am 13.02.2012 um 12:10

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Re: Die Wahrheit geht weiter!

Verfügbare Arbeitskräfte in % der Bevölkerung:
1) Schweiz:........55,9%
2) Tschechien:....54,4%
3) Deutschland:..53,5%
4) Slowakei:.......49,5%
5) Griechenland:.46,2%
6) Österreich:.....44,5%
7) Italien:..........40,9% (viele EPU?)

Wegen dem Frühpensionierungswahnsinn hat Österreich um 10% weniger Arbeitskräfte als D,CH zur Verfügung, welche dann die Schulden abarbeiten können. Da geht es um ca. 800.000 Menschen, welche einfach ausgebucht wurden.

Das Elend in Österreich wird aber zunehmend zu einem Risiko für die Gesellschaft, auch für die Regierung.

Das Elend wird von der Regierung gemacht, weil diese ja auch noch Ruhgenüsse bis über 100.000.- Euro pro Jahr unter "Soziales" bucht, aber auch irgendwie mehr als 1/2 Million Menschen in manifester Armut verwaltet.

Diese Regierung produziert doch Elend, weil die Gier der Parteibonzen in den eigenen Herrschaftsbereichen immer gößer wird und eine Gegenfinanzierung braucht!

Von Gast: Gast: ET am 13.02.2012 um 12:12

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