Die Krise an den Finanzmärkten hat nach Einschätzung des Weltwirtschaftsinstituts in Hamburg keine Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland. Institutsdirektor Thomas Straubhaar schrieb in einem Beitrag für "Bild am Sonntag": "Jetzt erfolgte eine Korrektur, kein Crash. Schon gar nicht für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland."
Die deutsche Wirtschaft werde übers ganze Jahr gerechnet immer noch um gut 2,5 Prozent wachsen. Dank der stark gestiegenen Beschäftigtenzahl werde in der zweiten Jahreshälfte auch der Konsum stärker anspringen.
"Wir haben keine weltweite Wirtschaftskrise", betonte der Experte. Es handle sich vielmehr um einen Immobiliencrash in den USA sowie Kurseinbrüche und Japan und Südostasien. In Deutschland sei der DAX zwar gefallen, liege aber immer noch bei rund 7.400 Punkten. Das seien fünf Prozent mehr als vor einem halben Jahr und sogar ein Viertel mehr als vergangenen Sommer.
Straubhaar warnte zugleich vor einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB). Es bleibe zu hoffen, dass die EZB auf die angekündigte Anhebung im Herbst verzichte. "Das würde noch einmal den Optimismus stützen, für Deutschland von einem guten Jahr 2008 auszugehen, mit einem nur leicht schwächeren Wachstum", erklärte der Wirtschaftswissenschaftler. Das wäre nach seinen Worten genug, um noch einmal einige hunderttausend Jobs zu schaffen und die Arbeitslosenzahl deutlich unter die 3,5-Millionen-Marke zu bringen.
(APA)








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