
|
Dialog-backdrop Raucher nun auch im Visier von SpammernDer Trojaner, der durch den Versand gefälschter Zigaretten-Preislisten verbreitet wird, ist zwar zuweilen lästig, aber laut Security-Experten für die Österreichischen Internet-Benutzer keine Bedrohung
Josef Pichlmayr, Chef von Ikarus Software Österreich gibt Entwarnug: "Österreichs Viren-Frühwarnsystem funktioniert bestens." Das System der SpammerDer Spammer kauft so genannte Penny-Stocks (also Aktien geringen Wertes). Alsdann verschickt er Massenmails mit "Kaufempfehlung" für ebendiese Aktien. Üblicherweise werden solche Mails von der überwiegenden Mehrheit ignoriert und ungelesen gelöscht. Der geringe Anteil derjeniger, die dann doch aus verschiedenen Gründen aufmerksam werden und sich bei den Penny-Stocks einkaufen, reicht aber aus, um geringfügige Bewegungen in die Kurse zu bringen. Mit dieser Entwicklung ergeht dann die nächste Welle an die User und die nächsten steigen ein, was den Kurs weiter nach oben treibt. Wenn der Anstieg abflacht, steigen die Verursacher wieder aus und kassieren den Gewinn. Dieser Profit solcher "spam & buy"-Aktionen beträgt durchschnittliche 5,79%.Links zum ThemaNicht nur der momentan so kontroversiell diskutierte blaue Dunst kann Rauchern in Zeiten wie diesen gefährlich werden. In den letzten Tagen und Wochen wurden vom Verband der österreichischen Internet Anbieter (Internet Service Providers Austria, ISPA) und Sicherheitsexperten Spam-Mails registriert, die sich ganz klar an die Zielgruppe der Raucher richtet: Der Betreff verspricht immerhin "Superpreise für Zigaretten". Der Trojaner, der sich bei versehentlichem Öffnen der angehängten Datei "preisliste.pdf.exe" herunterlädt und installiert, tut dem Rechner zwar im Grunde nichts und verteilt das verseuchte Mail auch nicht weiter, ermöglicht aber unerwünschten Remote-Zugriff für den Spammer. Dieser integriert den PC in sein so genanntes "Bot Net" (also die Computer, die der Verteilung seiner Spamsendungen dienen). Aus diesem Netzwerk, dem der eigene Rechner nun unfreiwillig angehört, ergießen sich dann weitere Massensendungen. Das simple, aber durchaus effektive System hinter diesen zumeist vornehmlich lästigen Spams (siehe Kasten links) wurde kürzlich von der Oxford University und dem Berkman Center for Internet & Society Cambridge untersucht. Das verblüffende Ergebnis: Trotz der geringen Verbreitung, die weitgehend "unter dem Radar" der großen Security-Unternehmen bleibt, erbringen derartige Aktionen für die Spammer zuweilen recht schnelle Profite - im Schnitt immerhin 5,79 Prozent. Der aktuelle Fall des "Raucher"-Virus ist aber laut Josef Pichlmayr von Ikarus Software bereits wieder weitgehend am Abklingen. Insgesamt wurden kaum mehr als 1.500 solcher Mails in heimischen Mailboxen registriert. "In Österreich ist mit solchen Mails oder auch Phishing kein Geschäft zu machen. Das Viren-Frühwarnsystem der heimischen Provider funktioniert sehr gut und ist bedeutend besser als in Deutschland, Großbritannien oder den USA. Gerade in den Vereinigten Staaten ist das Thema Datensicherheit beispielsweise im Online Banking-Bereich verglichen mit Österreich weitestgehend katastrophal", stellt Pichlmayr den Österreichischen Internetanbietern ein respektables Zeugnis aus. Im Oktober 2005 gab es den letzten größeren Viren-Outbreak in Österreich, seither wurden bei solchen Aktionen kaum mehr als jeweils 1.000 - 1.500 Mails registriert. Die größte Gefahr ist laut Pichlmayr nicht der ausnehmend selten eintretende Datenverlust, sondern vielmehr die Verunsicherung der oft mangelhaft informierten User. |
Alle NachrichtenAktualisieren
NEWSTICKER |
Kommentare… Kommentar hinzufügen…